Die vergessenen Schiffe

Immer wieder stellt Wargaming.Net (WG) für World of Warships (WoWS) neue Schiffe vor, finden sich in den Spieldateien des Clients oder aber werden sogar schon getestet, nur um dann erst einmal wieder von der Bildfläche zu verschwinden. Da bleiben natürlich Fragen nicht aus, was nun mit den Schiffen passiert ist und darunter fallen ja durchaus auch einige prominente Kandidaten oder Schiffe die sehnlichst von Spielern erwartet werden. Grund genug einmal die ganzen Schiffe der Reihe nach durchzugehen und zu schauen, welche Informationen es über deren Verbleib gibt oder was die Pläne sind die WG mit den Schiffen haben könnte. Die Aufzählung ist natürlich vermutlich nicht vollständig und erhebt auch keinen Anspruch darauf und einige Aussagen beruhen auf Hörensagen oder Vermutungen, aber ich werde versuchen es so unspekulativ wie möglich zu halten.

Massachusetts (Amerika, Schlachtschiff Stufe 8)

Die Massachusetts ist der Alabama wie aus dem Gesicht geschnitten, was nicht verwundert, denn beide Schiffe sind Teil der South Dakota Klasse, die in der Realität zwischen North Carolina und Iowa lag und diesen sehr ähnlich sieht. Alle Schiffe haben die fast identischen Geschütze in der gleichen 3×3 406 mm Anordnung mit den gleichen markanten eckigen Türmen und unterscheiden sich eigentlich nur in den Aufbauten ein wenig und der Ausstattung mit Flugabwehr usw. Wer eines davon kennt, der kennt zu 90% die anderen auch und ähnlich ist es mit der Massachusetts auch.

Sollte die Massachusetts so kommen wie sie zuletzt getestet wurde, dann wäre sie in ein paar Punkten der Alabama überlegen: 3000 mehr Strukturpunkte, etwa 2 km mehr Reichweite und eine etwas andere Luftabwehr. Im letzten Punkt ist die Massachusetts im mittleren Bereich stärker als die Alabama, hat dafür aber weniger Flak im Nahbereich.

Aktueller Status: Eigentlich bereit für den Stapellauf, aber bisher untergetaucht.

Zukunft: Nachdem wir schon die North Caroline, Alabama, Iowa und Missouri im Spiel haben, müsste meiner Meinung nach ein weiteres Schiff dieser fast identischen Serien nicht wirklich sein. Aber offenbar ist der Wunsch danach, vor allem im amerikanischen Raum, offenbar so groß, dass WG diesen Markt mit einem weiteren Schiff bedienen will.

Buffalo, Worcester (Amerika, Kreuzer Stufe 9 und 10)

Diese beiden amerikanischen Kreuzer sind schon eine ganze Weile als Schiffe im Spiel-Client aber wurden meines Wissens nach nie wirklich getestet. Während die Buffalo mit 4 x 3 203 mm Geschützen ausgerüstet ist, führt die Worcester nur 6 x 2 152 mm ins Feld, hat dafür aber die höhere Feuergeschwindigkeit. Allerdings sind die Werte noch alt (die Buffalo wird derzeit auf Stufe zehn geführt, soll aber Stufe neun werden) und daher kann man auf diese noch nicht wirklich bauen. Der Plan ist, dass die Buffalo im schweren Kreuzerzweig (dem bisherigen bis zur Des Moines) die Baltimore verdrängt, während die Worcester den Abschluss des leichten Zweiges bilden soll. Was beide gemeinsam haben werden ist natürlich die gute Flugabwehr, welche die amerikanischen Schiffe generell eigentlich auszeichnet.

Aktueller Status: Nach ihrem langen Dornröschenschlaf dürften die Entwickler wohl gerade dabei sein die Schiffe zu entstauben.

Zukunft: Im Laufe des Jahres, vielleicht sogar in der ersten Hälfte, könnte es soweit sein, dass die beiden Schiffe ins Spiel gelangen (zusammen mit einigen anderen neuen Kollegen), allerdings hat WG sich noch nicht genau festgelegt. Fix ist allerdings, dass es 2018 soweit sein soll mit der Aufspaltung des amerikanischen Kreuzerzweigs und damit werden Buffalo und Worcester endlich mitspielen dürfen.

Salem (Amerika, Kreuzer Stufe 10)

Die Salem ist eine Des Moines mit ein paar kleinen Änderungen bei der Flugabwehr (keine 20 mm Nahbereich Luftabwehrgeschütze) und etwas weniger Strukturpunkten (900 weniger). Die eigentliche Änderung ist aber die Tatsache, dass die Salem keinen Aufklärer oder Jäger mitführen kann und dass ihre Reparaturmannschaft nur 20 Sekunden statt 28 Sekunden arbeitet, dafür aber deutlich mehr Punkte wieder herstellt als die der Des Moines (994 statt 253). Sie ist aber ansonsten identisch zur Des Moines was ihre Bewaffnung, Nachladezeit, Geschwindigkeit usw. angeht.

Aktueller Status: Sie steht nach den erfolgreichen kurzen Testläufen nun bereit für den Einsatz.

Zukunft: Die Gerüchteküche sagt, dass die Salem nach Flint (Kreuzer Stufe sieben) und Black (Zerstörer Stufe neun) das dritte Schiff für fleissige Spieler bei den gewerteten Gefechten sein wird. Wie oft man genau dafür Rang 1 werden muss ist noch nicht klar, aber es dürften vermutlich über 7 Mal sein.

T-61 (Deutschland, Zerstörer Stufe 6)

Irgendwie ist die T-61 unscheinbar, aber das wird dem deutschen Zerstörer aus eigentlich niederländischer Produktion nicht ganz gerecht. Er ist zwar mit nur 35 Knoten nicht gerade schnell und auch die Bewaffnung von 4 x 1 128 mm Geschützen und 2 x 4 533 mm Torpedos sind jetzt nicht herausragend, aber wie schon bei den anderen deutschen Zerstörern macht es die Mischung. Vor allem die Dinge wie die Nachladezeit der Torpedos (68 s), deren Geschwindigkeit (65 kn) machen die Nachteile wie die kurze Reichweite von 8 km oder den geringeren Schaden pro Torpedo (13.700) wieder wett. Das gilt auch für die Geschütze, die zwar langsam drehen (22.5 s für 180 Grad) und deren Schaden nicht so hoch ist, aber dafür schnell nachladen (4 s) und mit 11.64 km eine solide Reichweite haben. Und die Sichtbarkeit von 7.02 km (ohne jede Modifikation) ist zwar nicht rekordverdächtig, aber mehr als ausreichend um gegen die Konkurrenz bestehen zu können. Was man aber nie vergessen darf ist, dass die T-61 eine, wenn auch nicht sehr weit reichende, Hydroakustische Suche (auch Sonar genannt) mitführen kann. Damit wird sie zu einem gefährlichen Feind für alle Zerstörer und Schiffe, die meinen im Nebel oder hinter einer Insel wären sie sicher.

Aktueller Status: Der Zerstörer ist eigentlich fertig und war im Test unauffällig.

Zukunft: Vermutlich dürfte die T-61 in naher Zukunft, vielleicht schon im Januar, in den Premium-Laden kommen.

Graf Zeppelin (Deutschland, Flugzeugträger Stufe 8)

Die Karriere der Graf Zeppelin war kurz in WoWS, aber im Gegensatz zur Realität hatte sie wenigstens eine. Das ganze Drama um die Graf Zeppelin will ich hier nicht mehr breit treten, dazu verweise ich auf meine beiden Beiträge zu ihr: Bericht und Update zur Lage. Soviel sei gesagt, dass das Schiff voreilig und übermäßig stark auf den Markt kam (zur GamesCom 2017) und in letzter Sekunde faktisch unspielbar gemacht wurde durch eine Verzögerung von 6 s beim Abwurf der Bomben. Seit dem ist sie aus dem Premium-Laden verschwunden und hat nun diverse Testläufe hinter sich mit verschiedenen Zusammenstellungen von Jäger-, Bomber- und Torpedobomber-Staffeln.

Ob die letzte Fassung mit einer flexiblen Wahl zwischen zwei verschiedenen Zusammenstellungen (2 Jäger, 3 Bomber – je 5Flieger pro Staffel oder 1 Jäger (8 Flieger), 2 Torpedobomber (je 5 Flieger), 1 Bomber (9 Flieger)) und der Wahl zwischen normalen oder Tiefwassertorpedos und panzerbrechenden oder hochexplosiven Bomben nun die finale ist kann man noch nicht sagen. Fakt ist, dass die Jäger für mich persönlich weiterhin zu schwach sind und deren angebliche Geschwindigkeitsvorteil eigentlich gar nicht zum Tragen kommt. Und über die Diskussion warum die Graf Zeppelin so viel weiter sichtbar ist als die eigentlich nicht kleineren Konkurrenten ist auch noch nicht beendet. Da hilft auch der Treppenwitz nicht, dass die Graf Zeppelin eine Hydroakustische Suche bekommt als zusätzliches Verbrauchsmaterial.

Aktueller Status: Noch in der Testphase, kein Ende in Sicht.

Zukunft: WG will weiterhin für die Graf Zeppelin eine Besonderheit haben, aber genau da liegt für mich das Problem. WG sollte ruhig die Flexibilität bei der Zusammenstellung von Staffeln und Bewaffnung beibehalten, aber die Jäger entsprechend den anderen Trägern anpassen. Ansonsten kann aus der Graf Zeppelin ein “ganz oder gar nichts” Schiff werden, je nachdem welchen Gegner man trifft, denn eine Enterprise mit ihren fast gleich schnellen aber stärkeren Jägern (auch dank Stufe 9 Verbesserungen auf die die Enterprise unfairerweise zugreifen kann) wird die Graf Zeppelin in Schach halten. Dann wird die Schlagkraft nicht zum Tragen kommen.

Aigle (Frankreich, Zerstörer Stufe 6)

Die Aigle wird der erste französische Zerstörer im Spiel sein, wenn sie dann in den Premium-Laden kommt, und sollte wohl typisch für die großen Zerstörer der französischen Marine sein. Sie ist mit 36 kn jetzt kein Sprinter, aber hinreichend schnell, wegen ihrer Größe nicht gerade gut getarnt (7.74 km Sichtbarkeit) und mit einem Wendekreis von 680 m nicht gerade agil, aber dennoch sollte man es mit der Aigle eher auf Zerstörer absehen. Die 5 x 1 139 mm Geschütze laden in nur 4,8 s nach und bringen mit 2.000 (hochexplosiv) bzw. 2.600 (panzerbrechend) Schaden pro Geschoss eine Menge Potential mit sich, auch weil die Reichweite mit über 12 km durchaus beeindruckend ist. Etwas schwach auf der Brust ist der französische Zerstörer mit den Torpedos, denn nur 2 x 3 550 mm Werfer mit 7 km Reichweite und 57 kn sind keine berauschenden Werte. Insgesamt erinnert die Aigle stark an die russischen Zerstörer, auch wenn ihr etwas an Geschwindigkeit fehlt, aber dafür hat sie etwas bessere Torpedos, zumindest was die Reichweite angeht.

Aktueller Status: Die Testphase ist abgeschlossen und das Schiff dürfte bereit für den Verkauf sein.

Zukunft: WG wird die Aigle sicher in den Premium-Laden bringen, aber wann das sein wird, das ist noch nicht absehbar. Wie bei der Duca degli Abruzzi könnte das Schiff in der Warteschleife verbleiben, bis ein französischer Zerstörer-Zweig angekündigt wird. Oder sie kommt zum Beispiel am französischen Nationalfeiertag. Oder sonst wann.

Duca degli Abruzzi (Italien, Kreuzer Stufe 7)

Nach dem ersten italienischen Kreuzer, der Duca d Aosta auf Stufe sechs, kam recht überraschend vor einiger Zeit die Duca degli Abruzzi in den Test, wurde nach der ersten Runde etwas angepasst und dann verschwand sie auch wieder. Eigentlich schade, denn das Schiff mit der 2 x 2 und 2 x 3 152 mm Geschütz-Konfiguration machte einen guten Eindruck. Relativ genau und vor allem sehr schnell (35 Knoten) und geringer Sichtbarkeit (11.2 km) war das Schiff ideal um auch ohne Nebel oder Radar feindliche Zerstörer zu jagen oder schnelle Vorstöße und Flankenmanöver auszuführen. Dazu kommen die 2 x 3 Torpedowerfer, die allerdings eher Treibminen abwerfen (51 Knoten, 12 km Reichweite) als echte Torpedos.

Aktueller Status: Wohl ausgetestet, aber seit dem keine Infos mehr.

Zukunft: Wie bereits gesagt ist es schade, dass die Duca degli Abruzzi nicht weiter im Spiel zu finden ist, aber vielleicht hebt sich WG diese für eine Einführung einer regulären Kreuzer-Linie unter italienischer Flagge auf.

Roma (Italien, Schlachtschiff Stufe 8)

Man muss schon sagen, das Schiff ist durchaus hübsch anzuschauen, aber nicht nur das dürfte ein Grund sein, warum viele Spieler sehnlichst darauf warten endlich ans Steuer treten zu dürfen. Die Roma ist mit 30 kn schnell unterwegs und die 3 x 3 381 mm Geschütze sind sehr genau, auch wenn sie gegenüber der ersten Testrunde noch einmal verschlechtert wurden, aber da waren sie einfach zu genau. Der Nachteil der Roma ist die dafür eher geringe Reichweite von nur 18 km aber wofür hat man einen Aufklärer an Bord? Die Sekundärgeschütze und die Flugabwehr sind bei dem italienischen Schlachtschiff ganz ordentlich, aber nicht wirklich herausragend, was aber im Gesamtpaket durchaus fair erscheint.

Aktueller Status: Bereit zum Stapellauf und angekündigt für Januar 2018.

Zukunft: Die Roma ist nach einigen Testrunden und Anpassungen (sie war etwas zu genau) nun seit knapp einem Monat fertig und bereit für das Spiel. WG wollte das Schiff aber nicht mehr an Weihnachten bringen und es damit in dem Geschenke-, Wichtel- und Missions-Trubel untergehen lassen. Aber im Januar 2018 soll es nun soweit sein.

Tone (Japan, Kreuzer Stufe 7)

Die Tone ist fast so lange im Spiel wie die Kitakami, aber bis auf eine kurze Testphase war sie nie zu sehen. Der schwere Kreuzer ist eine ganz eigene Klasse und liegt irgendwo zwischen Mogami und Myoko, hat eine sehr kuriose Anordnung seiner Türme und die wahre Besonderheit des Schiffes in der Realität war, dass es alle seine Geschütze verwenden konnte und dennoch Flieger zur Aufklärung starten konnte. Dieses stellt aberin WoWS keinerlei Besonderheit dar, denn das ist bei allen Schiffen möglich (WoWS ist ja keine Simulation) und so fehlt der Tone etwas das besondere Merkmal bzw. ihre Besonderheit (auch viele Flieger starten zu können) kommt gar nicht zum Tragen.

Aber auch so wäre die Tone eigentlich ein Schiff, dass nicht schlecht wäre, auch wenn die 4 x 2 203 mm Geschütze am Bug eine etwas ungewohnte Spielweise verlangen würden. Die Geschwindigkeit, Panzerung und Torpedos sollten eigentlich ausreichen um den anderen Kreuzern ihrer Stufe Paroli bieten zu können. Um die womöglich fehlende Schlagkraft und die ungewöhnliche Turmanordnung auszugleichen könnte sie ein wenig wendiger sein oder etwas besser getarnt sein.

Aktueller Status: Abgetaucht auf unbestimmte Zeit.

Zukunft: WG hat an diversen Stellen (Frage und Antwort-Stunden, Interviews, etc.) erwähnt, dass sie noch nach einer Möglichkeit suchen, wie sie die Steuerung von normalen Schiffen und zum Beispiel einer Jägerstaffel kombinieren könnten. Die Veröffentlichung des Schiffes hängt also weniger an seinen Fähigkeiten als an Einschränkungen beim Interface des Spiels. Vielleicht hebt sich aber WG das Schiff auch auf für eine Spaltung des japanischen Kreuzerzweiges, denn nachdem 2018 die Aufspaltung bei den amerikanischen Kreuzern ansteht könnte das auch bei den Japanern kommen.

Kitakami (Japan, Kreuzer Stufe 8)

Dieses Schiff werden die meisten Spieler nur aus Erzählungen kennen, denn das Schiff ist seit langer Zeit von den Servern entfernt worden und das aus gutem Grunde. Während der geschlossenen und offenen Beta-Phase von WoWS gab es das Schiff immer wieder mal in unterschiedlichen Variationen, aber das Hauptmerkmal und gleichzeitig Hauptproblem des Schiffes blieb immer gleich: 10 Torpedowerfer mit je 4 Torpedos (5 pro Seite). Damit war die Kitakami die Torpedoschleuder schlecht hin. Die restliche Bewaffnung ist dagegen überschaubar mit gerade mal 4×1 140 mm Geschützen von denen maximal drei auf eine Seite feuern können. Wie schon erwähnt ist aber die Masse an Torpedos auch das Problem des Schiffes, denn wie nicht anders zu erwarten führte die Kitakami laut einer Aussage von WG die Liste der Schiffe mit denen die meisten Teamkills passiert sind zu ihrer Zeit an.

Die Problematik liegt aber nicht nur darin, dass das Schiff sehr leicht für das eigene Team zu einer Gefahr werden kann, sondern auch darin wie es zu balancieren ist, denn 20 Torpedos pro Seite sind mehr als genug um so gut wie jedes feindliche Schiff auf einen Schlag aus dem Spiel zu nehmen, egal wie sehr es sich windet und abdreht. Daher dürfen die Torpedos nicht zu weit reichen, nicht zu schnell sein und nicht zu spät zu sehen sein. Andererseits ist die Kitakami ein leicht gepanzerter Kreuzer und hat ohne die Torpedos kaum eine Chance auf ihrer Stufe das Team mit Schaden zu unterstützen und würde selbst gegen Zerstörer in einem direkten Duell verlieren. Die Balance zwischen Tarnung, Geschwindigkeit, Gefährlichkeit Torpedo (also deren Geschwindigkeit, Schaden, etc.) und Bekämpfbarkeit der Kitakami hat WG bisher nie wirklich gefunden. Und selbst wenn, wäre da noch die Teamkiller-Problematik, die davon abgesehen weiterhin bestehen würde.

Aktueller Status: Sie ist auf Eis gelegt aber nicht begraben und WG sucht sicher weiterhin nach einer Möglichkeit das Schiff doch noch einmal ins Spiel zu bringen.

Zukunft: Es ist schwer zu sagen ob die Kitakami in der Zukunft noch einmal den Weg zurück ins Spiel findet, aber wenn dürfte eher das Problem der Teamkills als die Balance der Grund sein wenn nicht. Mit Tiefwassertorpedos etwas Anpassung bei Sichtbarkeit und eventuell einer Reparaturmannschaft wäre sie durchaus in das Spiel einzufügen. Die Frage ist nur, ob WG seinem Teamkill-Strafsystem soweit traut, auch Spieler die mit der Kitakami vorsätzlich teamschädigend oder fahrlässig umgehen in ihre Schranken weisen zu können.

Persönlich würde ich es schön finden, die Kitakami wieder in meinem Hafen zu haben, aber angesichts des zerstörerischen Potentials bin ich nicht sicher, ob ich das Schiff wirklich die Hände aller Spieler gehört. Nicht weil ich unterstelle, dass jemand damit absichtlich sein Team versenkt, aber leider sind nicht alle Spieler sehr aufmerksam, was den Einsatz von Torpedos angeht, wobei ich mich selber davon nicht völlig ausnehme.

Musashi (Japan, Schlachtschiff Stufe 9)

Das Schwesterschiff der Yamato wird, aus mir unerfindlichen Gründen (die Yamato gibt es ja schon), von sehr vielen Spielern sehnlichst erwartet und WG hat den Ruf gehört. Das Schiff wird in nicht allzu ferner Zukunft den Weg in den Hafen williger Spieler finden und kann schon jetzt angetroffen werden, wenn es von Supertestern oder Community Contributoren gefahren wird. Es ist fast ein Zwilling der Yamato, allerdings mit ein paar Abstrichen bei den Sekundärgeschützen und der Luftabwehr. Hier ist sie etwas anders bzw. schwächer aufgestellt und passt sich damit an die eins niedrigere Einstufung an. Ansonsten hat sich die gleichen Strukturpunkte (sogar 100 mehr), die gleichen 3×3 460 mm Geschütze und ist ebenso schnell und sogar ein wenig wendiger.

Wer also schon eine Yamato hat, der wird sich in der Musashi sofort heimisch fühlen und sich freuen, wenn seine 460 mm Granaten auf die weichen Stufe sieben Schlachtschiffe und Kreuzer treffen. Allerdings wird man natürlich auf Grund der Größe und Behäbigkeit durchaus ein beliebtes Ziel werden und die Zerstörer auf diesen Stufen sind teilweise sehr gut getarnt. Man sollte sich als hüten zu meinen man wäre unsinkbar.

Aktueller Status: Die Musashi steht quasi in den Startlöchern und ist bereit vom Stapel zu laufen.

Zukunft: Die Mushashi wird mit Update 0.7.2 (oder kurz danach) die Missouri als Freie-Erfahrungs-Schiff ablösen und damit wissen wir aktuell wann etwa, aber noch nicht zu welchem Preis das Schiff ins Spiel kommen wird. Hier gibt es Spekulationen über mögliche Kosten an freier Erfahrungspunkte, die bis über 1 Millionen reichen, wobei viele vergessen, dass die Missouri mal 750.000 freie Erfahrungspunkte gekostet hat. Befeuert werden diese Vermutungen von Angaben auf Seiten wie gamemodels3d.com, die aber nur die Daten im Spiel-Client auslesen. Und da schreibt WG gerne unterschiedlichste Dinge, wenn eben zum Beispiel der Preis eines Schiffes noch nicht fest steht. Bisher haben selten die Angaben gestimmt, vor allem wenn die Veröffentlichung des Schiffes noch etwa zwei Monate hin ist. Ich persönlich glaube, dass WG den Preis beibehalten wird oder moderat erhöhen wird, da schon durchgesickert ist, dass WG fand, die Missouri sei zu günstig gewesen.

4 Gedanken zu „Die vergessenen Schiffe

  1. Sehr schöne Zusammenstellung, mittlerweile haben ja die Musashi, Roma und Aigle ihren Weg in das Spiel gefunden. Bei der Kitakami huscht mir immer wieder ein breites Grinsen übers Gesicht, bei anderen wird es wohl ehr der Angstschweiß sein, wohlwissend das nach den ersten 20 Torpedos nach einem Wendemanöver von der Kitakami die nächsten 20 Stück anrauschen. Sehr oft wird bei der Kitakami der Aspekt des Teamkillens in den Vordergrund gestellt, jedoch sollte man nicht vergessen das die Closed Beta eine recht Wilde zeit war und sich keiner wirklich Gedanken um sich, die Spielmechanik oder die Anderen gemacht hat. Würde die Kitakami jetzt in ihrer alten Konfiguration in das Spiel kommen wäre sie in der Hand von versierten Spielen und einem entsprechend geschulten Kapitän mehr als gefährlich.
    Nur um es mal kurz etwas auszumalen sie hatte in ihrer letzten Konfiguration einen Nebelwerfer, jetzt Gibt es im Spiel noch RPF man muss den Gegner also nicht einmal sehen. Also kurz via RPF die Aale auf die Reise Schicken und dann mit dem Smoke seinen Rückzug decken. Klappt bei der Shimakaze ganz gut, sollte auch hier gut funktionieren.

    1. Vorweg: Danke. 🙂 Musashi, Roma und Aigle sind in der Tat nun im Spiel, aber das der Beitrag mal überholt sein wird bei Zeiten war ja klar. 🙂

      Die Kitakami wäre gefährlich, auf alle Fälle aber in den Händen eines guten Spielers mit einem guten Kapitän trifft das auf fast jedes Schiff zu. Aber dennoch wäre sie wohl auch heute noch fürs eigene Team genauso gefährlich wie für den Gegner, das kann man glaub ich gar nicht zu sehr überschätzen diese Gefahr. Immerhin ist es ein Kreuzer und man stelle sich die Zweite-Reihe-Torpedowerfer vor, die jetzt mit 3er oder 4er Werfern schon für Ärger sorgen in ihren Kreuzern. Was würden die mit 2 x 5 x 4 anfangen also 40 Torpedos?

      Das mit dem RPF ist natürlich eine wahre Aussage, denn mit den den Werfern kannst du pauschal mal den ganzen Bereich eindecken – Entkommen nicht unmöglich aber mindestens schwer.

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