Oh, là, là, Französinnen voraus

Vermutlich hab ich mich mit dem Titel in die “gender correctness”-Nesseln gesetzt, aber Schiffe sind nun mal eigentlich weiblich und die neuen Zerstörer im Spiel fahren unter der französischen Flagge, also sind es Französinnen. Punkt und wer sich auf den Schlips getreten fühlt, der hat mein Mitleid, aber auch Pech. So viel zur Rechtfertigung, kommen wir zum Thema, nämlich den französischen Zerstörern, die nun seit dem letzten Update (0.8.8.0) vollständig in World of Warships (WoWS) erforschbar sind. Im Gegensatz zu allen anderen Zerstörern und dem ersten französischen Zerstörer (der Aigle – Stufe sechs Premium-Schiff) im Spiel haben diese keinen Nebel und können sich daher nicht so einfach verstecken. Ob das Konzept aufgeht und wie man das kompensieren kann, das möchte ich nun beschreiben.

Die Besonderheiten

Die auffälligste Besonderheit der französischen Zerstörer ist auch gleichzeitig ihre größte Schwäche: Kein Nebel und damit ein sonst für Zerstörer wichtiges Mittel weniger sich vor Schaden zu schützen. Nun gibt es ja mit Kiew, Taschkent und Chabarowsk bereits drei Zerstörer im originalen russischen Forschungszweig, die man ohne Nebel fahren kann (aber nicht muss), allerdings erhalten diese drei dann dafür die Möglichkeit Schäden wieder zur reparieren. Diese Chance haben die französischen Zerstörer nicht, weshalb jeder Schaden den man einsteckt schmerzhaft ist und man sich jeden Angriff und jedes Duell sehr gut überlegen sollte. Mal eben schnell aus der Gefahrenzone verschwinden ist trotz der meist hohen Geschwindigkeit der französischen Zerstörer nicht einfach möglich, da einem mit dem Nebel die Deckung fehlt. Außerdem ist man für Angriffe durch Flugzeuge sehr anfällig, was zu einem Problem wird, wenn der feindlichen Trägerkapitän sich dessen bewusst ist und einen ständig aufdeckt und angreift.

Womit wir zu dem zweiten fehlenden Verbrauchsgut der Zerstörer aus Frankreich kommen: Defensives Fla-Feuer, dass man eigentlich irgendwie erwarten könnte, bei einer Linie von Zerstörern, die über keine Option des Versteckens verfügt und somit wie oben erwähnt Fliegern mehr oder minder schutzlos ausgeliefert ist. Gut, die Luftabwehr der Zerstörer ist zumindest in den höheren Stufen nicht gerade schwach, aber auch nicht mächtig genug um ein oder zwei Angriffe wirksam zu verhindern oder wenigstens zu bestrafen.

Das letzte Verbrauchsgut welches für einen französischer Zerstörer sinnvoll wäre, es aber nicht gibt, ist die Hydroakustische Suche (auch bekannt als Sonar). Als Schiffe mit guten (sogar sehr guten) Kanonen mit einem für Zerstörer großen Kaliber (139 mm ab Stufe sechs) wäre es zur Bekämpfung feindlicher Kollegen eigentlich ideal wenn man Geschwindigkeit und Sonar kombinieren könnte, aber leider bleibt einem diese Taktik verwehrt.

Allerdings werden die neuen Zerstörer nicht völlig ohne Vorteil ins Gefecht geschickt, denn ab Stufe sechs darf man sich über den Hauptbatterie Nachladebooster freuen, den wir so schon von den französischen Kreuzern und einigen Schlachtschiffen kennen. Damit kann man für eine gewisse Zeit die Nachladedauer der Hauptgeschütze um 50% reduzieren, was gerade in den letzten Stufen sehr angenehm ist, denn hier steigt die Nachladezeit der Geschütze doch deutlich an. Allerdings ist er mit nur 15 Sekunden Wirkungsdauer eher knapp bemessen und mehr als für zwei oder drei Salven reicht es meist nicht, also sollte man ihn dann einsetzen, wenn es wirklich zählt.

Die Schiffe

Nun werfen wir einen kurzen Blick auf die Schiffe selber, die wie immer auf Stufe zwei vom Kreuzerzweig (genauer von der Jurien de la Graviere) weg gehen und dann bis Stufe zehn reichen.

Stufe II – Enseigne Gabolde

BildDatenKommentar

  • Strukturpunkte: 7.600
  • Hauptgeschütze: 3 x 1 100 mm
    • Reichweite: 9.8 km
    • Nachladezeit: 4.8 s
    • Turmdrehzeit (180 Grad): 9.0 s
    • Streuung (maximal):  88 m, 2.00 Sigma
    • Panzerbrechende Granaten, Schaden: 1.600, Geschwindigkeit: 780 m/s
    • Hochexplosiv Granaten, Schaden: 1.400, Brandchance: 6 %, Geschwindigkeit: 780 m/s
  • Torpedos: 2 x 2 550 mm
    • Reichweite: 7 km
    • Geschwindigkeit: 57 kn
    • Schaden: 7.433
    • Sichtbarkeit: 1.2 km
    • Nachladezeit: 35 s
  • Geschwindigkeit: 31 kn
  • Ruderstellzeit: 2.0 s
  • Wenderadius: 450 m
  • Sichtbarkeit, Wasser 5.9 km, Luft 2.1 km
Man möchte meinen die Enseigne Gabolde würden von Beginn an den Weg aufzeigen, den die Linie an deren Anfang sie steht gehen wird, aber da liegt man falsch. Sie ist weder der schnellste Zerstörer ihrer Stufe, noch hat sie die meisten oder größten Kanonen und sie ist auch nicht das am besten getarnte Schiff, aber sie hat mächtige Torpedos. Mit 7 km Reichweite und 57 kn sind diese für die langsamen und trägen Schlachtschiffe (Stufe drei) und Kreuzer eine echte Gefahr und 35 Sekunden Nachladezeit sind wirklich sehr gut. Daher spielt sich die Enseigne Gabolde fast wie ein normales Torpedoboot, nur dass man aufpassen muss wann man entdeckt wird, denn wie vorher schon erwähnt hat man keine Option einen möglicherweise nötigen Rückzug mit Nebel zu decken.

Stufe III – Fusilier

BildDatenKommentar

  • Strukturpunkte: 10.900
  • Hauptgeschütze: 4 x 1 100 mm
    • Reichweite: 9.5 km
    • Nachladezeit: 6.0 s
    • Turmdrehzeit (180 Grad): 9.0 s
    • Streuung (maximal):  86 m, 2.00 Sigma
    • Panzerbrechende Granaten, Schaden: 1.600, Geschwindigkeit: 780 m/s
    • Hochexplosiv Granaten, Schaden: 1.400, Brandchance: 6 %, Geschwindigkeit: 780 m/s
  • Torpedos: 2 x 3 550 mm
    • Reichweite: 7.5 km
    • Geschwindigkeit: 57 kn
    • Schaden: 7.433
    • Sichtbarkeit: 1.2 km
    • Nachladezeit: 52 s
  • Geschwindigkeit: 34 kn
  • Ruderstellzeit: 2.9 s
  • Wenderadius: 530 m
  • Sichtbarkeit, Wasser 6.5 km, Luft 2.5 km
Die Fusilier ist zum einen eine logische Verbesserung ihrer Vorgängerin als auch ein erster Schritt in die Richtung was später “typisch” für die französischen Zerstörer sein wird. Sie ist schneller, wenn auch mit 34 kn nicht übermäßig schnell, sie hat mehr Geschütze und mehr Torpedos, wobei Kaliber der Kanonen und die Torpedos an sich gleich bleiben (die Reichweite der Torpedos steigt um 500 m). Allerdings ist die Fusilier  deutlich früher zu erkennen und damit schrumpft der Bereich ein wenig in dem man ungesehen seine Torpedos abwerfen kann. Außerdem ist die Nachladezeit der Torpedos mit 52 Sekunden deutlich höher und auch die Geschütze feuern merklich langsamer, was den Zugewinn an einem Geschütz doch deutlich mindert.

Stufe IV – Bourrasque

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  • Strukturpunkte: 11.700
  • Hauptgeschütze: 4 x 1 130 mm
    • Reichweite: 11.8 km
    • Nachladezeit: 6.0 s
    • Turmdrehzeit (180 Grad): 18.0 s
    • Streuung (maximal):  104 m, 2.00 Sigma
    • Panzerbrechende Granaten, Schaden: 2.300, Geschwindigkeit: 725 m/s
    • Hochexplosiv Granaten, Schaden: 1.900, Brandchance: 9 %, Geschwindigkeit: 725 m/s
  • Torpedos: 2 x 3 550 mm
    • Reichweite: 7.5 km
    • Geschwindigkeit: 57 kn
    • Schaden: 11.267
    • Sichtbarkeit: 1.2 km
    • Nachladezeit: 75 s
  • Geschwindigkeit: 33 kn
  • Ruderstellzeit: 3.0 s
  • Wenderadius: 560 m
  • Sichtbarkeit, Wasser 6.6 km, Luft 2.7 km
Bei der Bourrasque steigt die Bedeutung der Geschütze an, während die der Torpedos etwas zurück geht, denn deren Anzahl ( 2 x 3), Reichweite (7.5 km) und Geschwindigkeit (57 kn) bleibt gleich, wohingegen die Nachladezeit noch einmal ansteigt. Allerdings legen die Torpedos beim Schaden deutlich zu, was die Nachteile zumindest teilweise ausgleicht. Der größere Vorteil ist das Kaliber der Kanonen, das mit 130 mm deutlich steigt und damit sowohl beim Schaden als auch bei der Durchschlagskraft zulegt. Damit wird die panzerbrechende Munition zu einer soliden und tödlichen Wahl, wenn ein Kreuzer unvorsichtiger Weise einem die Breitseite zeigt und gut gezielte Schüsse die Granaten direkt in die Zitadelle befördern. Allerdings beginnt mit der Bourrasque natürlich auch das regelmäßige Leiden unter den Flugzeugträgern, denn ab Stufe vier wird man diese häufiger antreffen und vermutlich bald eine gesunde Mischung aus Abscheu und Respekt entwickeln. Geschwindigkeit ist kein Schutz vor Schaden und die der Bourrasque ist mit 33 kn nicht gerade berauschend und selbst wenn die Flucht zur eigenen Flotte gelingt ist deren Luftabwehr meist nicht ausreichend um einen Angriff durch Flieger mit zum Beispiel Raketen zu unterbinden.

Stufe V – Jaguar

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  • Strukturpunkte: 16.600
  • Hauptgeschütze: 5 x 1 130 mm
    • Reichweite: 12.1 km
    • Nachladezeit: 6.6 s
    • Turmdrehzeit (180 Grad): 18.0 s
    • Streuung (maximal):  106 m, 2.00 Sigma
    • Panzerbrechende Granaten, Schaden: 2.300, Geschwindigkeit: 725 m/s
    • Hochexplosiv Granaten, Schaden: 1.900, Brandchance: 9 %, Geschwindigkeit: 725 m/s
  • Torpedos: 2 x 3 550 mm
    • Reichweite: 8 km
    • Geschwindigkeit: 68 kn
    • Schaden: 14.833
    • Sichtbarkeit: 1.4 km
    • Nachladezeit: 90 s
  • Geschwindigkeit: 35.5 kn
  • Ruderstellzeit: 4.0 s
  • Wenderadius: 660 m
  • Sichtbarkeit, Wasser 7 km, Luft 3.4 km
Ähnlich wie der Schritt von Stufe zwei auf drei ist die Jaguar auf Stufe fünf die logische Fortsetzung ihrer Vorgängerin und bietet ein Geschütz mehr (bei gleichem Kaliber), etwas mehr Reichweite mit den Geschützen und ist dafür etwas früher zu entdecken. Die Kanonen feuern mit 6.6 Sekunden etwas langsamer, aber das fällt weniger ins Gewicht, da es nun fünf davon sind. Bei den Torpedos hingegen ist eine merkliche Steigerung zu merken, denn diese verursachen nicht nur etwa 30 Prozent mehr Schaden und haben 500 Meter mehr Reichweite, sondern sind vor allem mit 68 kn auch wahnsinnig schnell unterwegs. Zwar steigt die Nachladezeit noch einmal an und auch die Sichtbarkeit der Torpedos ist mit 1.4 km recht hoch, aber bei der Geschwindigkeit ist es vor allem schwerfälligen Schlachtschiffen kaum möglich einer gut platzierten Salve auszuweichen. Wäre nicht der fehlende Nebel und die recht hohe Sichtbarkeit, wäre das Schiff absolut tödlich für schnelle Vorstöße um einen Gegner raus zu nehmen und dann wieder zu verschwinden. So aber ist jeder Angriff mit einem höheren Risiko verbunden und man muss sich gut überlegen ob, wo und wie man zuschlägt.

Stufe VI – Guepard

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  • Strukturpunkte: 17.200
  • Hauptgeschütze: 5 x 1 139 mm
    • Reichweite: 13.0 km
    • Nachladezeit: 5.6 s
    • Turmdrehzeit (180 Grad): 22.5 s
    • Streuung (maximal):  113 m, 2.00 Sigma
    • Panzerbrechende Granaten, Schaden: 2.600, Geschwindigkeit: 700 m/s
    • Hochexplosiv Granaten, Schaden: 2.000, Brandchance: 9 %, Geschwindigkeit: 700 m/s
  • Torpedos: 2 x 3 550 mm
    • Reichweite: 8 km
    • Geschwindigkeit: 68 kn
    • Schaden: 14.833
    • Sichtbarkeit: 1.4 km
    • Nachladezeit: 90 s
  • Geschwindigkeit: 36 kn
  • Ruderstellzeit: 4.1 s
  • Wenderadius: 680 m
  • Sichtbarkeit, Wasser 7.5 km, Luft 3.6 km
Mit der Guepard ändert sich zwar nicht schlagartig, aber doch spürbar die Art und Weise wie die französischen Zerstörer “funktionieren”, also wie man sie spielen kann und sollte. Die Torpedos lassen in ihrer Bedeutung deutlich nach und der Fokus verlegt sich auf die Geschütze und somit wird man deutlich mehr als vorher zu einem kleinen Kreuzer als zu einem Zerstörer. Zum einen schmilzt der Abstand zwischen Sichtbarkeit und Reichweite der Torpedos deutlich, während der Geschwindigkeit, Schaden und so weiter gleich bleiben und zum anderen wird das Kaliber der Geschütze mit 139 mm zum größten in der Klasse der Zerstörer (abgesehen von den alternativen 150 mm Kanonen der Gaede und der Z-23 oder denen der Z-39). Zusammen mit der guten Reichweite und der kurzen Nachladezeit können die fünf Kanonen ganz schönen Schaden produzieren und auf kürzere Distanzen bei Kreuzern durchaus die Zitadelle finden. Allerdings benötigt man dafür Zeit und Geduld, denn hohe Schadenswerte auf einen Schlag sind nicht zu erwarten, außer man schafft es die (sehr schnellen) Torpedos ins Ziel zu bringen. Etwas Hilfe gibt einem das mit der Guepard erstmals verfügbare Verbrauchsgut “Hauptbatterie Nachladebooster” mit dem man für 15 Sekunden die Nachladezeit seiner Geschütze halbieren kann, was besonders für ein Duell mit anderen Zerstörern oder feindlichen Kreuzern einem den entscheidenden Vorteil geben kann.

Stufe VII – Vauquelin

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  • Strukturpunkte: 18.100
  • Hauptgeschütze: 5 x 1 139 mm
    • Reichweite: 13.0 km
    • Nachladezeit: 5 s
    • Turmdrehzeit (180 Grad): 18 s
    • Streuung (maximal):  113 m, 2.00 Sigma
    • Panzerbrechende Granaten, Schaden: 2.600, Geschwindigkeit: 700 m/s
    • Hochexplosiv Granaten, Schaden: 2.000, Brandchance: 9 %, Geschwindigkeit: 700 m/s
  • Torpedos: 3 x 3 550 mm
    • Reichweite: 8 km
    • Geschwindigkeit: 68 kn
    • Schaden: 14.833
    • Sichtbarkeit: 1.4 km
    • Nachladezeit: 90 s
  • Geschwindigkeit: 36 kn
  • Ruderstellzeit: 4.0 s
  • Wenderadius: 670 m
  • Sichtbarkeit, Wasser 7.3 km, Luft 3.5 km
Was man zur Vauquelin sagen kann ist, dass sie eine Verbesserung der Guepard ist und zwar in kurioserweise den Punkten in denen die französischen Zerstörer sonst nicht ihre Stärken haben: Torpedos. Sie bekommt einen Dreifachwerfer dazu, allerdings wandern die anderen beiden Werfer auf die Seiten, so dass man für den Abwurf aller neun Torpeods sein Schiff wenden muss. Daneben bleiben aber die Vorteile der guten Geschütze (auch wenn fünf Stück nicht sehr viel sind) mit ihrer guten Reichweite, Schaden und der auf 5 Sekunden gesenkten Nachladezeit. Als kleinen Bonus hat die Vauquelin außerdem noch ein bisschen bessere Tarnung, was aber kaum ins Gewicht fällt, aber trotzdem das Zünglein an der Waage sein kann. Mit dem vermehrten Aufkommen von Schiffen mit Radar, Sonar und den inzwischen deutlich schlagkräftigeren Flugzeugen braucht die Vauquelin  aber auch jede Hilfe die sie bekommen kann, um nicht sehr schnell das Gefecht verlassen zu müssen.

Stufe VIII – Le Fantasque

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  • Strukturpunkte: 18.500
  • Hauptgeschütze: 5 x 1 139 mm
    • Reichweite: 13 km
    • Nachladezeit: 6.0 s
    • Turmdrehzeit (180 Grad): 18.0 s
    • Streuung (maximal):  113 m, 2.00 Sigma
    • Panzerbrechende Granaten, Schaden: 2.700, Geschwindigkeit: 840 m/s
    • Hochexplosiv Granaten, Schaden: 2.000, Brandchance: 10 %, Geschwindigkeit: 840 m/s
  • Torpedos: 3 x 3 550 mm
    • Reichweite: 8 km
    • Geschwindigkeit: 75 kn
    • Schaden: 18.400
    • Sichtbarkeit: 1.8 km
    • Nachladezeit: 90 s
  • Geschwindigkeit: 43 kn
  • Ruderstellzeit: 4.3 s
  • Wenderadius: 690 m
  • Sichtbarkeit, Wasser 8.2 km, Luft 4.1 km
Entgegen (auch meiner) der ersten Vermutung bedeutet Le Fantasque nicht die Fantastische sondern die Launische und ist nicht eine Anspielung auf das Schiff selber, sondern war wirklich der Name eines echten Zerstörers der französischen Marine. Wie schon beim Sprung von Stufe sechs auf sieben tut sich bei den Geschützen wenig, außer, dass die Nachladezeit wieder steigt (auf 6 Sekunden) und der Schaden der panzerbrechenden Geschosse um geringe 100 Punkte. Interessanter sind da schon die Torpedos, auch wenn die Anzahl mit drei Drillingswerfern und die Reichweite mit 8 km gleich bleibt, aber dafür steigt der Schaden und vor allem die Geschwindigkeit. Mit 18.400 Schadenspunkten pro Torpedo sind die nun 75 kn schnellen eine wirkliche Gefahr für Schlachtschiffe und Kreuzer, die sich zu nahe an die Le Fantasque heran wagen. Zwar sind die Torpedos bereits aus 1.8 km Entfernung zu sehen, aber diese Distanz überwinden sie so schnell, dass für ein Ausweichen sehr wenig Zeit bleibt. Ähnlich schnell wie die Torpedos ist das Schiff selber, denn die Le Fantasque erreicht mit 43 kn eine Geschwindigkeit, mit der sie sich vor keinem Zerstörer (auch nicht der russischen Kiew) verstecken braucht. Allerdings sollte man nicht zu übermütig werden und in einen Geschwindigkeitsrausch verfallen, denn man kann nicht darauf vertrauen, dass dies einen vor Schaden bewahrt. Sowohl Flieger als auch Geschosse und Torpedos sind immer noch schneller als man selber. Und man sollte immer im Auge behalten, dass die eigene Sichtbarkeit ebenso einen Sprung nach oben gemacht hat.

Stufe IX – Mogador

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  • Strukturpunkte: 20.200
  • Hauptgeschütze: 4 x 2 139 mm
    • Reichweite: 12.8 km
    • Nachladezeit: 8.0 s
    • Turmdrehzeit (180 Grad): 18.0 s
    • Streuung (maximal):  113 m, 2.00 Sigma
    • Panzerbrechende Granaten, Schaden: 2.700, Geschwindigkeit: 840 m/s
    • Hochexplosiv Granaten, Schaden: 2.000, Brandchance: 10 %, Geschwindigkeit: 840 m/s
  • Torpedos: 2 x 3 550 mm, 3 x 3 550 mm
    • Reichweite: 8 km
    • Geschwindigkeit: 75 kn
    • Schaden: 18.400
    • Sichtbarkeit: 1.4 km
    • Nachladezeit: 77 s
  • Geschwindigkeit: 43.5 kn
  • Ruderstellzeit: 4.7 s
  • Wenderadius: 730 m
  • Sichtbarkeit, Wasser 9 km, Luft 4.3 km
Mit der Mogador bekommt, man endlich möchte man sagen, deutlich mehr Feuerkraft in die Handgedrückt und könnte mit den nun 4 x 2 139 mm Geschützen so richtig ordentlich Dampf machen, wenn da nicht die lästige Nachladezeit von 8 Sekunden wäre, die einen ordentlich ausbremst. Zwar gibt es da natürlich den Hauptbatterie Nachladebooster als Verbrauchsgut, aber den kann man nicht endlos verschwenden und es ist extrem ärgerlich, wenn er nicht verfügbar ist, wenn man auf einen feindlichen Zerstörer trifft, vor allem wenn es solche Geschoss-Schleudern wie Kitakaze oder Jutland sind. Noch dazu, da man eigentlich allen Zerstörern mit der mieserablen Tarnung unterlegen ist und weder über Nebel noch Reparatur verfügt und somit in der Regel als erster entdeckt wird und bei einem möglicherweise nötigen Rückzug immer Federn lassen muss. Vorteilhaft ist natürlich die weiterhin gute Reichweite der Kanonen, auch wenn der Vorteil langsam etwas schmilzt, aber dank Verbesserungen oder Kapitänsfähigkeit noch ausgebaut werden kann. Gewöhnungsbedürftig aber nicht zwingend schlecht oder unangenehm ist die Aufteilung der Torpedos in einen Zwillings- und einen Drillingswerfer auf jeder Seite, die zwar gleich schnell laden (was eigentlich unlogisch ist) aber dafür nur 77 Sekunden brauchen. Geschickt gespielt kann man also Gegnern zehn ziemlich fiese Torpedos in den Weg werfen, da die 75 kn der Le Fantasque bleiben, aber die Sichtbarkeit wieder auf 1.4 km sinkt.

Stufe X – Kleber

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  • Strukturpunkte: 21.900
  • Hauptgeschütze: 4 x 2 139 mm
    • Reichweite: 13.6 km
    • Nachladezeit: 7.0 s
    • Turmdrehzeit (180 Grad): 18.0 s
    • Streuung (maximal):  117 m, 2.00 Sigma
    • Panzerbrechende Granaten, Schaden: 2.700, Geschwindigkeit: 840 m/s
    • Hochexplosiv Granaten, Schaden: 2.000, Brandchance: 10 %, Geschwindigkeit: 840 m/s
  • Torpedos: 4 x 3 550 mm
    • Reichweite: 8 km
    • Geschwindigkeit: 75 kn
    • Schaden: 18.400
    • Sichtbarkeit: 1.4 km
    • Nachladezeit: 77 s
  • Geschwindigkeit: 44 kn
  • Ruderstellzeit: 4.8 s
  • Wenderadius: 740 m
  • Sichtbarkeit, Wasser 8.9 km, Luft 4.8 km
Mit der Kleber schließt diese Linie ab und findet ein durchaus würdiges und logisches Ende, denn dieser Zerstörer ist eine verbesserte Mogador. Mit 7 Sekunden Nachladezeit hat sie etwas schnellere Kanonen und mit vier Drillingswerfern (bei gleicher Nachladezeit) hat sie auch in diesem Bereich etwas mehr zu bieten und als Krönung ist sie sogar einen Tick besser getarnt und noch einmal ein klein wenig schneller unterwegs ohne wesentlich an ihrer Beweglichkeit einzubüßen. Dennoch hat die Kleber es durchaus schwer zu bestehen, wenn sie frühzeitig einen Eroberungspunkt verteidigen oder gar einnehmen muss oder von einem Stufe zehn Träger gejagt wird. Die Masse an Raketen und Bomben können dem kleinen Schiff schwer zusetzen und zu einem längeren Aufenthalt zwischen den eigenen Verbündeten verurteilen, was die Optionen des eigenen Teams durchaus reduzieren kann. Allerdings sollte man nie das “hit and run” Potential dieses Schiffes unterschätzen, denn so manch ein unaufmerksamer Kapitän Kreuzer oder Schlachtschiff wird die Begegnung mit den Torpedos und Granaten der Kelber nicht überleben.

Vorschlag für die Fähigkeiten des Kapitäns

Misch-Variante

Stufe 1: Präventive Maßnahmen

Stufe 2: Eliteschütze Mit letzter Anstrengung

Stufe 3: Experte der Überlebensfähigkeit Inspekteur

Stufe 4: Trägheitszünder für HE-GranatenTarnungsmeister

Kanonenboot-Variante
Stufe 1: Präventive Maßnahmen

Stufe 2: Adrenalinrausch Mit letzter Anstrengung

Stufe 3: Schießgrundausbildung Sprengmesiter

Stufe 4: Trägheitszünder für HE-Granaten Verbesserte Schießausbildung

Begründung: Bei den Fähigkeiten für die französischen Zerstörer gibt es einige Kombinationen die man wählen kann und auch im Laufe des Weges von Stufe zwei bis zehn kann man durchaus einige Fähigkeiten austauschen. Einige Fähigkeiten jedoch sind durchaus sehr zentral und wichtig und sollte man immer verwenden, gerade “Mit letzter Anstrengung” und “Trägheitszünder für HE-Granaten” sind zwei auf die man nur ungern verzichten möchte, denn nur damit erhält man sich seine Beweglichkeit bei (meist unvermeidbaren) Treffern oder hat genug Durchschlagskraft mit den Sprenggranaten um auch 28 mm bzw. 29 mm Panzerung zu durchschlagen. Aber zu Beginn wähle ich “Präventive Maßnahmen”, denn gerade in den unteren Stufen ist ein Ausfall der doch nicht so zahlreichen Geschütze oder Torpedowerfer ein echtes Ärgernis. Auf Stufe zwei folgt dann die schon erwähnte Fähigkeit “Mit letzter Anstrengung” zu der später noch “Eliteschütze” kommt, denn spätestens ab Stufe vier sind die Türme mit mindestens 18 Sekunden für 180 Grad nicht gerade flott, vor allem bei den schnellen und wendigen Zerstörern. In der vorletzten Stufe würde ich trotz dem Fehlen von Nebel und Sonar dennoch “Inspekteur” wählen, denn einmal mehr den Hauptbatterie Nachladebooster oder den Motorboost verwenden zu können (oder damit einfach etwas verschwenderischer zu sein) kann sehr hilfreich werden, gerade wenn man es schafft lange im Gefecht zu bleiben. Dazu gesellt sich dann eine Fähigkeit, die ich sonst sehr selten wählen, nämlich “Experte der Überlebensfähigkeit”, denn die französischen Zerstörer benötigen jeden Strukturpunkt den sie bekommen können und in den höheren Stufen bringt die Fähigkeit durchaus ein wenig. Auf Stufe vier wähle ich dann “Tarnungsmeister” und wie schon erwähnt “Trägheitszünder für HE-Granaten”, da vor allem in den unteren Stufen damit die Torpedos einfacher und sicherer eingesetzt werden können und man in den höheren Stufen nicht ganz so viel Nachteil gegenüber den anderen Zerstörern hat.

Wie schon gesagt führen viele Wege nach Rom oder in diesem Falle nach Paris und daher will ich mögliche Alternativen nicht unerwähnt lassen. So kann man zum Beispiel in den unteren Stufen (bis etwa Stufe sechs) auf “Experte der Überlebensfähigkeit” gut verzichten und dafür “Torpedobewaffnungsexperte” oder “Sprengmeister” auswählen, da der Gewinn an Strukturpunkten noch gering ist und der Effekt der anderen beiden Fähigkeiten spürbarer ist. In den höheren Stufen hingegen ist womöglich ein Tausch von “Eliteschütze” gegen “Adrenalinrausch” denkbar, falls man mit den langsamen Türmen gut zurecht kommt. Damit einhergehen könnte ein Austausch von “Tarnungsmeister” gegen “Verbesserte Schießausbildung” gehen, wenn man sich darauf verlegen will die Gegner aus maximaler Distanz zu bekämpfen und eher Abstand halten will. Wer komplett auf die Kanonenboot-Schiene gehen will, der wird “Adrenalinrausch”, “Schießgrundausbildung”, “Sprengmeister”, “Trägheitszünder für HE-Granaten” und “Verbesserte Schießausbildung” kombinieren und so mit den passenden Verbesserungen auf 5.5 Sekunden Nachladezeit bei den Geschützen bei 16 km Reichweite kommen. Das lohnt sich aber meiner Meinung erst für die letzten zwei, drei Schiffe der Linie und wenn man ein gute Schütze ist, denn bei dieser Distanz sind die Geschosse eine lange Zeit unterwegs, was das Treffen nicht einfacher macht.

2 Gedanken zu „Oh, là, là, Französinnen voraus

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