Empfehlung für die britischen Kapitäne

Nachdem seit heute (20.10.2016) die englischen Kreuzer endlich in World of Warships (WoWS) angekommen sind (den Überblick findet ihr hier), bleibt die Frage offen, wie man am besten seinen Kapitän ausbildet um den speziellen Anforderungen dieser leichten Kreuzer gerecht zu werden. Das ist angesichts der Besonderheiten (keine hochexplosive Munition, sehr verwundbar, kein “Defensives Feuer” usw.) dieser Schiffe durchaus eine Sache, bei der man sich womöglich in eine Sackgasse verirren könnte, da es immer einige Faktoren zu bedenken gilt. Daher habe ich meine umfangreiche Sammlung an Beispielen (zu finden hier) für alle Schiffslinie natürlich auch um die der englischen Kreuzer erweitert. Und da zu erwarten ist, dass die Belfast auch in Kürze kommen wird, hab ich die Beispiele auch gleich um das für dieses Premium-Schiff erweitert. Wie immer versuche ich meine Empfehlung so gut es geht zu begründen und die Logik hinter der Wahl zu erklären, aber dennoch sind es natürlich meine Präferenzen die den Ausschlag geben. Daher kann es sehr gut möglich sein, dass Abwandlungen oder völlig andere Entscheidungen zur individuellen Spielweise besser passen, aber dennoch hoffe ich, dass meine Empfehlungen zumindest den einen oder anderen Denkanstoß beinhalten.

Empfehlung für Black Swan bis Minotaur

Erste Wahl:

Zusätzliche Wahl:

Begründung: Die britischen Kreuzer sind aktuell nur leichte Kreuzer, sind abhängig von Tarnung und können nur panzerbrechende Munition verwenden und haben, ausgenommen Stufe acht, neun und zehn, keine wirklich gute Luftabwehr. Diese Faktoren sind bei der Wahl der Fähigkeiten des Kapitäns wichtig und sollten daher möglichst berücksichtigt werden. Den Anfang mache ich mit “Grundlagen der Überlebensfähigkeit”, da kürzere Reparaturdauer von Modulen und kürzere Brände oder Wassereinbrüche einem durchaus das Leben retten können, aber man könnte sich auch für “Schieß-Grundausbildung” entscheiden, falls man seine Flak- und Sekundärgeschütze (bis auf die Minotaur auf Stufe zehn, die keine Mittelartillerie hat) etwas verbessern will. Da aber Flieger nicht immer da sind und die Flak bis in die hohen Stufen eher mies ist, wäre dies nur meine zweite Wahl. Definitiv eine Pflichtwahl sind “Eliteschütze” und “Inspekteur”, denn auch wenn die Türme nicht langsam drehen, so sind 25,7 Sekunden für 180 Grad doch noch zu langsam um mit der Schiffsdrehung mithalten zu können. Man wird immer viel ausweichen müssen und sollte dabei immer möglichst auch schießen können und genau das wird mit “Eliteschütze” eher möglich sein. Zwar böten sich noch “Beschussalarm” oder “Brandschutz” an, aber beide Fähigkeiten sind eher zweitrangig und bringen effektiv recht wenig (vor allem die wenigen Prozente geringere Grund-Brandchance). Einmal mehr Reparaturmannschaft (ab Stufe drei), Nebel (ab Stufe fünf) oder Sonar (ab Stufe vier) einsetzen zu können ist für die leichten Kreuzer einfach eine Frage von Leben oder Tod und wie bei kaum einem anderen Schiff ist daher “Inspekteur” ohne Zweifel die Fähigkeit die man nehmen sollte.

Bei der Wahl der Fähigkeit der Stufe vier wird es spannend und hier kann man durchaus seiner individuellen Spielweise entsprechend wählen, aber eigentlich reduziert es sich auf zwei Alternativen und eine dritte schwächere Möglichkeit. “Manuelles Feuern der Flak-Bewaffnung” ist diese schwächste Wahl, denn die Flak ab Stufe acht ist zwar in Ordnung und dann später gut, aber die Verstärkung des Schadens wirkt nur auf die recht schwachen (aber weit reichenden) großen Flak-Geschütze, die relativ langsam schießen (alle 5 Sekunden) und damit werden im Zweifel die Flieger erst in nächster Nähe bzw. nach dem Abwurf abgeschossen, da sie in den hohen Stufen zu schnell den Bereich der großen Flak-Geschütze durchfliegen. Und da die britischen Kreuzer kein “Defensives Feuer” bekommen hat man auch keine erhöhte Streuung. Die wirklichen beiden Alternativen sind “Verbesserte Schießausbildung” und “Experte der Überlebensfähigkeit” und hier kommt es darauf an womit man am meisten kämpft: Fliegern oder allgemeinem Schaden. Wie bereits gesagt hat man kein “Defensives Feuer” und die Flugabwehr ist eher schlecht, aber wer ständig unter Bombenangriffen leidet, dem hilft evt. das Plus an Reichweite die lästigen Flugzeuge fern zu halten. Da Bomben auch Schaden bedeuten und man ohnehin sehr leicht viel Schaden bekommt in den leichten Kreuzern, wäre meine erste Wahl mit leichtem Vorteil “Experte der Überlebensfähigkeit”, auch wenn es nur maximal 4.000 Sturkturpunkte sind (auf Stufe zehn) die man bekommen kann. Aber unterm Strich kann einem bei diesen Papierschiffen jeder Strukturpunkt mehr den Hintern retten und man kann über jedes Plus hier froh sein.

Was ich auf keinen Fall empfehlen würde ist, zwei Fähigkeiten der Stufe vier zu wählen statt einer der Stufe fünf, denn “Tarnungsmeister” ist wie “Inspekteur” für mich Pflicht bei den britischen Kreuzern. Später gesehen werden, früher untertauchen und besser ungesehen das Feuer auf Gegner zu eröffnen sind einfach die Kernpunkte des Erfolges mit diesen Schiffen. Hat man also seine ersten fünfzehn Punkte verteilt, bleiben noch realistische drei Punkte übrig, die man am besten auf “Schieß-Grundausbildung” (oder “Grundlagen der Überlebensfähigkeit”, je nachdem was am Anfang gewählt hat) und “Torpedobewaffnungskompetenz” verteilt, denn gerade in den mittleren und höheren Stufen sind die Torpedos nicht zu verachten (vor allem mit einem gut getarnten Schiff). Wer von Schlachtschiffen angefahren wird, der wird ein schnelles Nachladen zu schätzen wissen, denn nur durch die Torpedos können die Kreuzer in kurzer Zeit viel Schaden machen, um nahende gut gepanzerte Schiffe fern zu halten.

Empfehlung für Belfast

Erste Wahl:

Zusätzliche Wahl:

Begründung: Eigentlich wäre es mit der Belfast einfach, wenn man die Fähigkeiten für die regulären Kreuzer einfach kopieren könnte, aber das ist leider nicht wirklich sinnvoll, denn auch wenn die Belfast das Schwesterschiff der Edinburgh ist, darf man sich nicht täuschen lassen. Die Belfast hat zum Beispiel hochexplosive Munition aber dafür keine Torpedos und kann sowohl Sonar als auch Radar und Nebel mit sich führen, weshalb sie deutlich besser zur Jagd auf Zerstörer geeignet ist als die regulären Kreuzer. Und diese beiden Faktoren sollte man bei der Wahl der Fähigkeiten dringend berücksichtigen und daher weichen diese auch etwas ab.

Die ersten drei Stufen bleiben gleich und “Grundlagen der Überlebensfähigkeit” (oder auch “Schieß-Grundausbildung”, je nach eigener Vorliebe), “Eliteschütze” und “Inspekteur” behält man am besten bei, denn  die Argumente bleiben die gleichen. Und gerade wenn man die Belfast auf Zerstörer ansetzt, sind schneller drehende Türme und häufiger einsetzbarer Radar und Sonar einfach ein Vorteil den man nicht wird missen wollen. Auf der Stufe vier hingegen würde ich, auch wenn ich sonst kein so großer Freund davon bin, statt “Experte der Überlebensfähigkeit” oder “Verbesserte Schießausbildung” doch den “Sprengmeister” wählen, da die hochexplosive Munition damit einen kleinen aber wichtigen Schub bekommt, da die Brandchance steigt und man damit durch Brände das nötige Quentchen mehr an Schaden an schwer gepanzerten Schiffen erhält. Auf Stufe fünf führt für mich wieder kein Weg an “Tarnungsmeister” vorbei, denn nicht gesehen werden oder früher untertauchen können ist einfach eine Frage des Überleben bei den leichten Kreuzern und wer es auf Zerstörer abgesehen hat, der wird um jeden Meter dankbar sein, den er näher an die kleinen Nervensägen herankommen kann, bevor er selber von diesen entdeckt wird.

Wie man die letzten drei Punkte verteilt (wie immer rechne ich nur mit 18 Punkten) ist nun ziemlich einem selber überlassen, denn es gibt viele Möglichkeiten die alle nur noch geringe Vorteile geben, da ohne Torpedos natürlich “Torpedobewaffnungskompetenz” völlig sinnlos ist. Auch wenn ich dennoch “Schieß-Grundausbildung” (bzw. “Grundlagen der Überlebensfähigkeit”) nehmen würde, um ein wenig die Flak- und Sekundärgeschütze zu  verbessern, könnte man auch nur “Wachsamkeit” nehmen, falls man häufig unerwünschten Besuch von Torpedos bekommt, allerdings hat man dafür auch ein Sonar. Oder man setzt auf “Höchste Alarmbereitschaft” um die Nachladezeit des Schadensbegrenzungstrupp zu reduzieren, allerdings sind das nur 6 Sekunden die man gewinnt. Ich würde aber doch eher einen Punkt in eine weitere Stufe eins Fähigkeit versenken und dann die restlichen zwei Punkte in “Mit letzter Anstrengung” oder “Beschussalarm” stecken, wobei ich die Fähigkeit trotz Ruder- oder Motorschaden weiter mobil zu bleiben bevorzugen würde.

Wer noch Anregungen und Beispiele für andere Schiffe sucht, der findet dies ein meinem Guide hier und wer sich grundlegend einmal über alle Fähigkeiten informieren will, dem lege ich diesen Guide ans Herz.

6 Gedanken zu „Empfehlung für die britischen Kapitäne

  1. Wie gewohnt saubere und dieses Mal auch schnelle Arbeit 😉

    Als kleine Anmerkung/Ergänzung: Wenn man sich tatsächlich Gedanken macht bei den Hightiers auf ein AA-Build zu gehen, dann würde ich komplett auf AA setzen (Schießgrundausbildung, verbesserte Schießausbildung, Manuelles Flakfeuer + Fla-Bewaffnungs-Mod 2 + 10% Flakstärke-Fähnchen). Gerade ab dem 9er, wenn die Hauptgeschütze mit 6Km Grundreichweite die weite Sphäre bilden, kann man somit eine Flugverbotszone von 16,8Km Durchmesser auf der Karte bilden.
    Klar wird das auf die eigene Sicherheit und die Überlebensrate gehen und solange wenig Hightier-CV unterwegs sind, wird es auch nicht so ertragreich werden, aber es ist ein Build, das man nicht außer Acht lassen sollte. Und spätestens ab der Minotaur hat man ein brutal starkes AA-Paket. Alles was fehlt ist eigentlich das Defensive Flakfeuer.

    1. Danke schön! Du hast sicher recht, dass man wenn man auf AA skillen will, dann volle Kanne gehen muss, damit es einen Sinn macht. Allerdings verliert man dadurch halt auch einige andere Dinge … und ob das der Stärke der RN CL enspricht ist halt die Frage. Und ob es nicht Schiffe gibt, die die Aufgabe noch besser machen könnten.

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