USS Kidd oder auch Fletcher light

Ich gestehe an dieser Stelle gleich zu Beginn zwei Dinge: erstens halte ich von “light” Getränken nicht wirklich viel, vor allem von der braun-schwarzen Limo aus den USA, weil diese “light” Versionen einfach nicht schmecken und eh weder gesünder noch sonst wie besser sind. Und zweitens bin ich kein Freund von abgespeckten Varianten von irgendwas und im Falle von Schiffen in World of Warships (WoWS) trifft das leider auf die Kidd zu. Aber genug des Vorgriffes auf mein vorläufiges Fazit, denn noch ist die Kidd nicht final und Dinge können sich noch ändern und es gibt ja einiges zu dem Zerstörer zu sagen und zu erzählen. Also fangen wir wie üblich mit der Geschichte an, einer kurzen Beschreibung und dann kommen wir zu meiner Meinung. Bitte bedenkt aber, wie schon erwähnt, das Schiff ist noch “Work in progress” und damit sind keine seiner Werte final.

Die Geschichte

Die USS Kidd war einer von sage und schreibe 175 Zerstörern der Fletcher-Klasse, welche von der amerikanischen Marine zwischen 1942 und 1944 in Dienst gestellt wurden. Die Schiffe waren so gut und erfolgreich, dass die letzten davon erst in den 1970er Jahren verschrottet wurden, nachdem sie vorher teilweise an andere Nationen verkauft worden waren. Heute sind davon nur noch vier Schiffe erhalten und dienen heute als Museum, wobei drei davon in den USA zu finden sind und eines in Griechenland. Von diesen vier Zerstörern ist die USS Kidd in Baton Rouge (Louisiana) das einzige Schiff, dass noch in seinem Ausrüstungszustand aus dem zweiten Weltkrieg ist.

Nachdem in den 1930er Jahren die US Navy nicht wirklich mit den neuen Zerstörern der Porter- and Somers-Klasse zufrieden war, wurde 1939 eine neue Klasse geplant, die endlich allen Anforderungen gerecht werden sollte. Neben hoher Geschwindigkeit war vor allem die Reichweite der Schiffe wichtig, da sich die USA auf den Krieg im Pazifik vorbereiteten und die Distanzen dort groß sind und Nachschub nicht überall verfügbar ist. Außerdem mussten große Bereiche nach feindlichen U-Booten abgesucht werden, was bedeutete, die Schiffe würden kreuz und quer fahren müssen und dann nach jeder kurzen Fahrt wieder in den Hafen zum Auftanken zu müssen, wäre nicht effektiv gewesen.

Nachdem der Entwurf gebilligt wurde, startet 1941 die Massenproduktion der Fletcher-Klasse in vielen Werften in den USA und so kam die große Zahl an Schiffen zustande und am 16. Oktober 1942 wurde die spätere USS Kidd auf Kiel gelegt und wurde dann am 28. Februar 1943 bereits ins Wasser gelassen. Nur zwei Monate später trat sie dann ihren Dienst an, der (mit Unterbrechungen) 21 Jahre dauern sollte. Benannt wurde das Schiff übrigens nicht nach dem berühmten Piraten William Kidd aus dem 17. Jahrhundert, sondern nach dem 1941 gefallenen amerikanischen Rear Admiral Isaac C. Kidd. Er war der erste Admiral der US Navy, der im Kampf gefallen war und beim Angriff der Japaner auf Pear Harbor, und zwar auf der Brücke des Schlachtschiffes Arizona (seinem Flaggschiff). Dennoch konnten sich die Matrosen der USS Kidd wohl einen Scherz nicht verkneifen und bei der ersten Fahrt des Zerstörers wehte eine Piratenflagge am Mast und der Pirat wurde das Maskottchen des Schiffes (es wurde sogar ein Bild von William Kidd an den Schornstein gemalt).

Im Laufe des Krieges im Pazifik hatte sich gezeigt, dass sich die Aufgaben von Zerstörern nicht nur auf die Sicherung von Verbänden und die Jagd nach U-Booten beschränken würden, sondern auch die Luftabwehr immer wichtiger werden würde. Da die Fletcher-Klasse, im Gegensatz zu anderen Schiffen, relativ wenig Aufbauten hatte, war man in der Lage die Ausrüstung einiger Schiffe ohne große Probleme anzupassen. Eigentlich mit zwei Torpedowerfern mit je fünf Rohren ausgestattet, wurde bei einigen Exemplaren der vordere Werfer entfernt und dafür eine Plattform mit mehr 40 mm Bofors und 20 mm Oerlikons installiert, was die Verteidigung gegen die japanischen Bomber (und später Kamikaze) deutlich verstärkte. Genau so eine Variante war die USS Kidd.

Im zweiten Weltkrieg war die Kidd an so gut wie jeder großen und wichtigen Operation beteiligt und übernahm mit anderen Schiffen immer wieder die Sicherung von Schlachtschiffen und Trägern und wehrte dabei zahllose Flieger ab. So auch am Nachmittag des 11. April 1945 als ein japanischer Flieger das Sperrfeuer durchbrach und in die USS Kidd einschlug und so 38 Mannschaftsmitglieder in den Tod riss und 55 weitere verletzte. Dennoch tat sie weiterhin ihren Dienst und wurde nach dem Ende des Krieges am 10. Dezember 1946 in die Reserve versetzt. Doch es dauerte nicht lange, denn der Krieg in Korea brach aus und am 28. März 1951 wurde der Zerstörer wieder reaktiviert, überholt und begann im Juli 1951 neue Aufgaben vor der Küste Koreas zu übernehmen. Neben dem Schutz anderer Schiffe der Flotte waren das hauptsächlich Patrouillenfahrten und das Bombardieren von Küstenstellungen. Im April 1953 wurde sie nach einer Überholung von einem schwedischen Frachter gerammt und musste gleich wieder repariert werden und nahm danach ihren Patrouillendienst wieder auf. Die nächsten Jahre verliefen recht ruhig und die USS Kidd schipperte über die Weltmeere bis sie im Februar 1962 nach Hause gerufen wurde, dann als Schulschiff diente und dann erneut in die Reserve überstellt wurde.

Quelle: By King Of Aviators at English Wikipedia, CC BY 3.0

Am 23. Mai 1982 wurde die Kidd an ihre (vorläufig) letzte Ankerstelle in Baton Rouge geschleppt und dient seit dem als Museum und Jugendherberge. Auch wenn sie nie modernisiert wurde hat sie doch einige Änderungen erfahren, aber über die Jahre wurde sie wieder in den Zustand zurück versetzt, den sie im August 1945 hatte und ist somit der einzige Zerstörer der sich noch in seinem Urzustand präsentiert.

Das Schiff im Spiel

In WoWS hat Wargaming.Net (WG) die Kidd originalgetreu übernommen und somit verfügt sie über nur noch einen Torpedowerfer und dafür mehr Flugabwehrgeschütze. Da das angesichts der Einstufung der Fletcher auf Stufe neun etwas mager erscheint, hat WG die Kidd um eine Stufe gesenkt und auf Stufe acht gesetzt. Ansonsten sind die Schiffe weitgehend identisch.

Stukturpunkte: 16.700
Panzerung: 13 mm bis 20 mm

Hauptgeschütze: 5 x 1 127 mm
Reichweite: 12.1 km
Drehgeschwindigkeit (180 Grad): 5.2 s
Nachladezeit: 3.3 s

Torpedowerfer: 1 x 5 533 mm
Reichweite: 9.2 km
Geschwindigkeit: 55 kn
Nachladezeit: 122 s

Sichtbarkeit (Schiff): 7.38 km
Sichtbarkeit (Flieger): 4.11 km

Höchstgeschwindigkeit: 38 kn
Ruderstellzeit (180 Grad): 5.12 s
Wenderadius: 620 m

Meine Meinung

Die Fletcher ist ein tolles Schiff, auch wenn ich persönlich immer mit den amerikanischen Zerstörern allgemein und speziell mit der Fletcher meine Probleme hatte. Allerdings war das noch zu Zeiten als die Torpedos kaum brauchbar waren und da kommen wir gleich zu dem Unterschied zwischen Kidd und Fletcher. Die Einstufung der Kidd als Stufe acht ist sinnvoll auch weil sie nur einen Werfer hat, aber warum man ihr dann auch noch die schlechteren Torpedos der Benson gibt mit nur 9.2 km Reichweite, 55 kn und 122 Sekunden Nachladezeit ist mir leider nicht ganz verständlich. Zwar sind diese Torpedos erst bei 1.1 km sichtbar, aber angesichts der Menge an Sonar und Fliegern in den Stufen acht, neun und zehn ist es eher unwahrscheinlich, dass man auf Distanz diesen guten Wert ausnützen kann. Da wäre das Plus an Reichweite und vor allem Geschwindigkeit durchaus hilfreich, wie auch die kürzere Nachladezeit, denn nur ein Werfer ist wirklich wenig und große Brocken wie eine Montana werden an einer Breitseite nicht untergehen.

Die Geschütze der Kidd sind gut und auf kurze Distanz weiterhin tödlich für feindliche Zerstörer und auf große Distanz für Schlachtschiffe nervig, aber teilen die sehr ballistische Flugbahn, was das Treffen schwieriger macht. Auch sollte man die panzerbrechende Munition nicht völlig unterschätzen, denn gerade die leichten Kreuzer nehmen auf mittlere und kurze Distanz davon massiven Schaden. Wer allerdings zu offensiv fährt, der wird meist ähnlich bösen Schaden erhalten, denn wie üblich hält die Kidd nicht sehr viel aus. Daher ist Ausweichen (neben unsichtbar bleiben) die beste Garantie für das eigene Überleben und da der Zerstörer schnell und wendig ist kann das auch gut gelingen. Hier spürt man dann den Vorteil der sehr schnell drehenden Türme der amerikanischen Zerstörer, denn egal wie sehr man sich auch bemüht, man wird es nur selten schaffen ein Ziel trotz wilder Ausweichmanöver aus dem Fokus zu verlieren.

Der große Vorteil den die Kidd gegenüber der Fletcher haben sollte ist eine bessere Luftabwehr, aber ehrlich gesagt hält sich dieser Vorteil leider wirklich in Grenzen. Sie hat an Stelle von zwei 2 x 40 mm drei von den 4 x 40 mm Bofors und steigert damit den Schaden pro Sekunden (DPS) in der kurzen und mittleren Flugabwehrsphäre ein wenig. Unvorsichtige Träger der Stufen sechs und sieben werden vermutlich ihr blaues Wunder erleben, wenn sie die Kidd anfliegen, aber schon Stufe acht Flieger sind deutlich widerstandsfähiger und höherstufige Bomber werden sich kaum beeindruckt zeigen von der Flugabwehr. Auch wenn das Defensive Fla-Feuer benutzt wird, dass die Kidd mitführen kann. Hier kommt der nächste Schwachpunkt, denn die Kidd kann, wie die Benson oder Fletcher auch, nur Defensives Fla-Feuer oder Motorboost mitnehmen. Angesichts der schwachen Torpedobewaffnung wird man entweder “hit and run”-Angriffe sehr vorsichtig fahren müssen oder aber man schwächt die einzige Stärke der Kidd, indem man das Defensive Fla-Feuer zu Gunsten des Motorboosts weg lässt.

Grundsätzlich mag ich ja Abwechslung, aber die Kidd macht es einem etwas schwer, zumindest mir, denn ich mag Torpedos und da hat die Kidd wenige und relativ schwache (verglichen mit der Fletcher). Dazu kommt, dass Träger nicht in jedem Gefecht vorhanden sind und damit die einzige kleine Stärke der Kidd, die Flugabwehr, einfach oft ins Leere läuft. Wenn man aber den Motorboost nimmt und die Kidd wie eine Benson/Fletcher mit weniger Torpedos fährt und dann aber ein Träger im Spiel ist, hat man seine kleine Stärke fast komplett aufgegeben. Ich muss daher leider sagen, dass ich kaum einen wirklich Sinn in der Kidd sehe, denn auf Stufe neun hat man mit der Fletcher ein besseres Schiff und auf Stufe acht ist die Benson bis auf die Flugabwehr nicht schlechter. Vielleicht könnte man die Kidd in Team- oder Clan-Gefechten einsetzen, wo Sie neben einem anderen Zerstörer operiert und diesen schützt oder für Schlachtschiffe die Aufgaben der Tarnung (mit ihrem Nebel) und der Flugabwehr übernehmen kann. Aber solche komplexeren Spielweisen und Taktiken sind in Zufallsgefechten eher schwer umsetzbar.

Meine Empfehlung für die Fähigkeiten

Ich möchte zukünftig meine Besprechungen von Premium-Schiffen um diesen Abschnitt erweitern, auch wenn die Empfehlung natürlich immer auch im entsprechenden Guide über das Menü zu finden ist. Aber vielleicht rundet es den Artikel somit ein wenig ab und spart euch den einen oder anderen Klick. Die Empfehlungen sind auch nur solche und stellen nicht das Maß aller Dinge da oder eine abschließende finale Version, da sich Dinge im Spiel angepasst werden und auch die Spielweisen der Spieler sich ständig ändern.

Stufe 1: Präventive Maßnahmen

Stufe 2:  Nebelwandexperte Mit letzter Anstrengung

Stufe 3: Schießgrundausbildung Inspekteur

Stufe 4: Verbesserte Schießausbildung Tarnungsmeister

Begründung: Die Kidd ist wie jeder Zerstörer auf Tarnung und minimieren von Ausfällen ausgelegt und  daher sind “Präventive Maßnahmen”, “Mit letzter Anstrengung”, “Inspekteur” und “Tarnungsmeister” für mich auch hier die Basis für alle weiteren Überlegungen. Damit hat man weniger Ausfälle bei den Waffen, kann trotz kaputter Maschinen oder klemmendem Ruder weiter fahren, hat mehr Nebel und Defensives Fla-Feuer (oder Motorboost) zur Verfügung und wird erst später gesehen. Da die Türme ohnehin schon sehr schnell drehen, kann man bei den amerikanischen Zerstörern in der Regel auf “Eliteschütze” verzichten und unterstützt an dessen Stelle mit “Nebelwandexperte” den sehr lang anhaltenden Nebel. Auf Stufe drei hat es auf Grund des einzelnen Torpedowerfers wenig Sinn diesen mit “Torpedobewaffnungskompetenz” zu verbessern, denn auch mit dieser Fähigkeit wird aus der Kidd kein Torpedo-Monster. Stattdessen ergibt es Sinn mit “Schieß-Grundausbildung” die Hauptgeschütze (minimal) und Flakgeschütze zu verstärken. In die gleiche Bresche schlägt auch “Verbesserte Schießausbildung” auf Stufe vier und damit wären das Maximum von 19 Punkten auch schon verteilt.

Eine gut denkbare Variante wäre “Schieß-Grundausbildung” gegen “Wachsamkeit” und “Verbesserte Schießausbildung” gegen “Funkortung” zu tauschen, wenn einem der Schaden und die Reichweite der Flakgeschütze ausreicht oder man davon ausgeht, dass Träger nicht in jedem Gefecht anzutreffen sind. Dann kann man aus der Kidd einen halbwegs brauchbaren Zerstörer-Jäger machen und erkennt wo Feinde sich verstecken und kann Torpedos früher erkennen und ausweichen.

9 Gedanken zu „USS Kidd oder auch Fletcher light

  1. Schöner Artikel Hurz,
    du hast es gut zusammen gefasst…ich sehe das genauso, deswegen ist die Kidd auch nichts für mich
    hätten sie ihr die Fletcher Torps gegeben mit einem kleinen Boni auf die Nachladezeit, weil sie ja
    nur einen Werfer hat, so um die 60 s vielleicht…genial wären 40s (Fletcher kommt ja auf 81s) Dann
    hätte ich sie mir bestimmt gekauft.

    Grüße nach Bayern und mach weiter so…

    John Q.

    1. Erst einmal Danke 🙂 Die Nachladezeit hängt ja nicht an der Menge der Werfer, sondern an der Zahl der Rohre (mehr oder minder) und daher macht es Sinn, dass die wenn die Kidd die Fletcher Torpedos hätte, diese auch die gleiche Nachladezeit hätten. Runter auf 60 Sekunden mit Fähigkeiten, etc. wäre sicher zu heftig, aber gleich auf, bei gleicher Reichweite und Geschwindigkeit wäre ausreichend oder zumindest annehmbar.

  2. Irgendwie klingt das Schiff nach einer amerikanischen Akizuki. Wobei diese kein AA consumeable hat, dafür aber den Torpedo-Reload-Boost. Und sie ist… Langsam, dreht wie ein Kreuzer und irgendwie seit dem Wegfall des Stealthfiring nicht mehr attraktiv.

    1. Also die Akizuki und Kidd sind eigentlich nur bedingt vergleichbar, da die Ausrichtung der Geschütze eine andere ist. Aber die Reduzierung der Torpedos ist natürlich ein Punkt in dem sich die beiden ähnlich sind. Allerdings sind die von der Akizuki (auch wegen dem reload) brauchbarer als die der Kidd.

      Und ich fahr die Akizuki durchaus jetzt noch gerne und hab sie vorher auch nicht auf stealth fire gespielt und das geht gut. Man muss halt Nebel und Inseln nutzen.

  3. Eine schöne Analyse, die mir sagt, dass ich den Zerstörer auf längere Zeit nicht kaufen werde.
    Ein DD (AA) Zerstörer ist im Einzelspiel schlicht zu situativ. Wenn kein Flugzeugträger im Spiel erscheint, dann ist die verstärkte Flak-Bewaffnung verschenkt. Zudem bin ich der Meinung, dass ein Zerstörer, falls er denn von Flugzeugen entdeckt und dann attackiert wird, sich sowieso mehr auf schnelle Ausweichmanöver verlassen sollte. Ob ich durch bessere Flak während eines Angriffs einen (Torpedo-)Bomber mehr vom Himmel hole, macht den Kohl nicht wirklich fett.

    1. Sehe ich ähnlich, wobei ich sie mir dennoch holen werde – Schiffsmessie halt. Aber die Flak kann eben bei der Flucht oder als Hilfe anderer Schiffe gut sein. Da liegen die Stärken bzw. Möglichkeiten. Aber wie du sagst, kein Träger kein Vorteil.

  4. Huhu Hurz,

    vielen Dank für diese Analyse. Leider muss ich meinen Vorrednern rechtgeben, dieses Schiff ist für mich wie die Krasny Krim nur eine Verschwendung von Geld im Einzelspiel und ich liebe Zielscheiben für meine deutschen DDs.
    Mal schauen wie viele sich für mich aufstellen.

    Gruß,
    Vykali

  5. Danke für die schöne Zusammenfassung.

    Die Kidd scheint tatsächlich ein sehr spezielles Schiff zu sein und ich freue mich riesig auf die Veröffentlichung. Für mich sind (die zweifellos guten) Torpedos auf US-Zerstörern nettes Beiwerk, weshalb ich gut auf den 2. Werfer verzichten kann. Mit meiner Fletcher kann ich selbst einem T-X Träger ordentlich einheizen und freue mich daher über die verbesserte Flak auf T-VIII zusammen mit 5 Geschützen. Auf T-IX fände ich die Kidd außerdem ziemlich überflüssig, da der Vorteil der Flak zur Fletcher kaum ins Gewicht fällt.

    Bei der Skillung bevorzuge ich ein paar Abweichungen:
    http://shipcomrade.com/captcalc/1000000000000011000011000000010119

    Die Ausfallrate ist meiner Ansicht nach kaum spürbar höher, dafür erhalte ich jedoch einen guten Indikator über die Gefahrensituation. Adrenalinrausch wirkt sich neben den Geschützen auch auf den Torpedoreload aus und liefert mir damit häufiger einen Mehrwert als der größere Nebel. Das manuelle Flakfeuer halte ich für sinnvoller, da es nicht in meinem Interesse liegt auf über 7km weit entfernte Flugzeuge zu schießen. Schließlich fahre ich trotz guter Flak immer noch Zerstörer und bleibe wenn möglich unentdeckt. Ab 3,5-4km wird dann aus allen Rohren geschossen. So bleibt selten mehr als die Hälfte aller angreifen Flugzeuge über.

    1. Zu den Fähigkeiten: Kann man sicher machen, aber Adrenalinrausch ist wirklich eher unsinnig, denn der Gewinn an Zeit bei den Geschützen ist, selbst wenn man nur noch 1 HP hat, minimal und nicht spürbar. Und bei den Torpedos merkt man es in der Tat, aber wenn man als DD so weit unten ist, dass es relevant wird, dann ist man meist auch tot, aber man kann es wie gesagt machen. Was aber in der Tat nicht wirklich sinnvoll ist, ist das manuelle Feuern der Flak bei nicht Erhöhung der Reichweite der Flak. Zum einen wirkt die Fähigkeit auf genug fünf sehr langsam schießenden (alle 5 Sekunden) und von den DPS nicht berauschenden 127 mm Geschütze (die Bofors usw. haben alle unter 85 mm) und zum anderen ist da die Sache der Reichweite. Die 5 km die du damit hast, werden von Fliegern in den Stufen so schnell überwunden, dass die Flak nur ein oder zweimal wirkt, bevor Torpedos oder Bomben abgeworfen wurden. Den Schaden den du ansprichst an den Fliegern kommt nämlich von den 40 mm und nicht den 127 mm Flaks und diese werden mit Verbesserter Schießausbildung eben weitreichender.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.