Admiral Graf Spee – klein aber fein?

Ist das ein Kreuzer? Ist das ein Schlachtschiff? Nein, es ist ein Westentaschenschlachtschiff! So zumindest bezeichneten die Briten während der Bauphase die Schiffe der Deutschland-Klasse, zu der auch die Admiral Graf Spee gehörte, und verkannten damit ein wenig das Potential der Schiffe. Wargaming.Net (WG) kann es sich natürlich nicht nehmen lassen zumindest eines der drei Schiffe, mit der Admiral Graf Spee wohl das bekannteste, in World of Warships (WoWS) einzuführen. Dabei geht WG ein kleines Wagnis ein, denn das Schiff ist weder wirklich ein Kreuzer noch ein Schlachtschiff und damit ist es eine Herausforderung für die Balance im Spiel. Wie und ob die Entwickler es geschafft haben, das Schiff ordentlich einzubinden und ob es ein lohnendes Premium-Schiff geworden ist, das schauen wir uns nun genauer an.

Geschichte

Der erste Weltkrieg war vorbei und Deutschland musste im Zuge der Versailler Verträge auch beim Wiederaufbau des Militärs und der Marine deutliche Einschränkungen akzeptieren. Beim  Schiffsbau bedeutete dies, dass veraltete Linienschiffe zwar ersetzt werden durften, aber nur von gepanzerten Schiffen mit einer Verdrängung von maximal 10.000 Tonnen, was gewöhnlich eine Größenordnung war, in der sich schwere Kreuzer bewegten. Diese Kreuzer hatten in der Regel ein Kaliber von 203 mm für ihre Hauptgeschütze und somit deutlich weniger Schlagkraft als die Schlachtschiffe ihrer Zeit. Damit hofften die Siegermächte die Bedrohung durch eine erneuerte deutsche Marine klein und kontrollierbar zu halten, was die deutschen Schiffbauer aber nicht davon abhielt nach Lücken in den Verträgen zu suchen. Nach Abschluss der Planungen und Freigabe der Gelder für die Deutschland-Klasse 1928 wurde mit dem Bau von drei Schiffen begonnen, die zwar auf den ersten Blick durchaus typisch für schwere Kreuzer waren, aber über sechs Geschütze (drei in zwei Türmen, je einer am Bug und Heck) mit dem Kaliber 283 mm verfügten. Damit hatten sie eine Schlagkraft, die einigen noch in Dienst befindlichen Schlachtschiffen ebenbürtig und vor allem denen der potentiell feindlichen Kreuzern überlegen war. Daher nannten die britischen Beobachter des deutschen Flottenbaus diese Schiffe Westentaschenschlachtschiffe.

Wie schon in der Vorschau zur Scharnhorst und Dunkerque geschrieben, führte der Bau der Deutschland-Klasse zur Entwicklung der Dunkerque bei den Franzosen und dies wiederum  hatte zur Folge, dass die Deutschen aus den geplanten Schiffen Nummer vier und fünf der Deutschland-Klasse die deutlich größeren Schiffe Scharnhorst und Gneisenau bauten. Zum Zeitpunkt der Kiellegung der Graf Spee am 1. Oktober 1932 in Wilhelmshaven war das noch Zukunftsmusik und in etwas weniger als zwei Jahren war das Schiff für den Stapellauf am 30. Juni 1934 bereit. Es dauerte aber noch fast eineinhalb Jahre, bis das Panzerschiff im Januar 1936 dann endlich seinen Dienst aufnehmen konnte und ein Jahr später das erste Mal seine Geschütze auf Feinde richtete. Ziel war die Stadt Malaga in, vor und um die es während des spanischen Bürgerkriegs heftige Gefechte gab und an denen nicht nur die Admiral Graf Spee beteiligt war, sondern auch Schiffe aus Frankreich, England und Italien, die alle gemeinsam versuchten ein Waffenembargo gegen Spanien durchzusetzen.

Am 21. August 1939 brach die Admiral Graf Spee dann von Wilhelmshaven aus zu ihrer letzten Fahrt auf, als ihr Kapitän knapp vor Ausbruch den Hafen verließ um unbehelligt und möglichst unbemerkt Richtung Südamerika zu fahren, was ihm durch einige Kniffe auch gelang. Dort ging er in Wartestellung um auf den Eintritt der Briten in den Krieg zu warten, denn die Aufgabe des Kreuzers sollte es sein die lebenswichtigen britischen Handelsrouten in dieser Region zu unterbrechen. Der Befehl erreichte den Kapitän Langsdorff am 26. September 1939 und umgehend nahmen er und seine Mannschaft die Arbeit auf und konnten in etwas mehr als zwei Monaten neun britische Handelsschiffe (zusammen 50.089 Bruttoregistertonnen) versenken und hatten dabei keinen britischen Seemann getötet (die Gefangenen wurden dem Versorgungsschiff Altmark übergeben).

S. W. Roskill - The War at Sea 1939–1945, Chapter VI
S. W. Roskill – The War at Sea 1939–1945, Chapter VI

Nicht nur das Treiben der Admiral Graf Spee sondern bereits vorher deren Verschwinden bereitete der englischen Admiralität große Kopfschmerzen und es wurden gleich mehrere Geschwader in den Südatlantik und den Indischen Ozean entsendet um das lästige wie gefährliche deutsche Westentaschenschlachtschiff zu stellen. Am 13. Dezember 1939 sichtete die Mannschaft der Admiral Graf Spee drei Schiffe, die sie für einen kaum bewachten britischen Konvoi hielten was jedoch ein Irrtum war, denn in Wahrheit standen ihr der schwere Kreuzer Exeter und die leichten Kreuzer Ajax und Achilles gegenüber. Diesen Fehler bemerkte Langsdorff erst als es zu spät war und die britischen Kreuzer bereits so nahe waren, dass sie die langsamere Admiral Graf Spee mühelos hätten einholen können und so begann das Gefecht Gefecht vor dem Río de la Plata. Statt die größere Reichweite seiner 283 mm Geschütze auszunützen verkürzte Langsdorff die Distanz zu seinen Feinden und obwohl er alle Schiffe beschädigte und die Exeter zum Abdrehen zwang, musste auch die Admirla Graf Spee schweren Schaden einstecken. Die Vernichtung der Lebensmittelvorräte und der Dieselreinigungsanlage zwangen das deutsche Schiff das Gefecht abzubrechen und in den neutralen Hafen Montevideo einzulaufen um dort Lebensmittel zu bunkern und vor allem die dringend nötigen Reparaturen auszuführen.

Das neutrale Uruguay wurde nun von britischen und deutschen Botschaftern bedrängt um eine für die eine oder andere Seite günstige Lösung des im Hafen liegenden Schiffes zu finden. Die Deutschen hätten gerne Unterstützung gehabt, während die Briten Zeit gewinnen wollten um weitere Schiffe zu mobilisieren um den deutschen Kreuzer zu versenken. Das internationale Seerecht sah vor, dass kein Kriegsschiff einen Hafen verlassen dürfte, wenn in den letzten 24 Stunden zuvor ein Handelsschiff der gegnerischen Seite diesen verlassen hatte. Deshalb sorgte der britische Botschafter dafür, dass jeden Tag ein britisches Handelsschiff den Hafen verließ und verzögerte so das Auslaufen des deutschen Schiffes. Nach viel hin und her hatte der deutsche Kapitän ein Einsehen, brachte heimlich die meisten seiner Seeleute an Land und steuerte mit etwa 40 Mann den Kreuzer am 17. Dezember 1939 Abends in die Mündung des Flusses um es dann kurz vor acht Uhr zu sprengen. Zwei Tage später richtete Langsdorff seine Pistole gegen sich selber und erschoss sich, während seine Besatzung Richtung  Buenos Aires aufbrach und sich später in großen Teilen in Villa General Belgrano niederließen, wo man ihre Spuren noch heute in der Architektur sehen kann.

Das Schiff im Spiel

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WG ordnet die Admiral Graf Spee als Kreuzer ein und nicht als Schlachtschiff und setzt sie dazu noch auf Stufe sechs. Damit ist die Trennung zur Scharnhorst (Schlachtschiff und Stufe sieben) deutlich und wird den Unterschieden des Kreuzers durchaus gerecht. Während die recht dünne Panzerung eindeutig zu einem Kreuzer passt und auch Wendekreis und Ruderstellzeit sich hier einfügen, sind Geschütze und Geschwindigkeit eher in der Gewichtsklasse von Schlachtschiffen dieser Stufe zu finden. Allerdings hat die Admiral Graf Spee nur zwei Türme mit je drei Geschütze und hat damit natürlich weniger Schlagkraft pro Salve. Aber schauen wir uns erst einmal die Werte des Schiffes an.

Stukturpunkte: 39.400
Panzerung: 13 mm bis 170 mm
Hauptgeschütze: 2 x 3 283 mm
Reichweite: 16 km
Drehgeschwindigkeit (180 Grad): 25 s
Nachladezeit: 20 s
Torpedowerfer: 2 x 4 533 mm
Reichweite: 8 km
Geschwindigkeit: 65 kn
Nachladezeit: 90 s
Sichtbarkeit (Schiff): 12.7 km
Sichtbarkeit (Flieger): 8.5 km
Höchstgeschwindigkeit: 28.5 kn
Ruderstellzeit (180 Grad): 10.3 s
Wenderadius: 680 m
Die Werte der Admiral Graf Spee offenbaren schon einige Besonderheiten und deuten schon an wohin die Reise mit diesem Schiff gehen wird. Während die Panzerung für einen Kreuzer brauchbar ist, fallen die Sturkturpunkte sehr üppig aus, was aber angesichts der niedrigen Geschwindigkeit auch nötig erscheint. Der deutsche Kreuzer wird kaum in der Lage sein den Kollegen anderer Nationen zu entkommen oder sich schnell aus der Reichweite feindlicher Schlachtschiffe zurück zu ziehen und besonders gut getarnt ist er für einen Kreuzer auch nicht gerade. Hier hilft aber das Verbrauchsgut Reparaturmannschaft, dass die Admiral Graf Spee zusätzlich bekommt (2 (3 Premium) Aufladungen, 28 s aktiv, 120 s (80 s Premium) Nachladezeit) und somit einigen Schaden wieder ausgleichen kann. Bemerkenswert für ein deutsches Schiff sind die Torpedos, die nicht nur 1 kn schneller sind als die der Scharnhorst oder Nürnberg, sondern vor allem 2 km mehr Reichweite haben und einen unglaublich großen Schusswinkel haben, da sie ganz hinten am Heck angebracht sind.

Meine Meinung

Die Admiral Graf Spee will man offensiv fahren, so zumindest erging es mir und die Geschütze, die Größe des Schiffes und die langsame Geschwindigkeit verleiten einen zu glauben, man hätte eine kleine Scharnhorst unter seinem Kommando. Die ersten schweren Treffer von Kreuzern oder gar Schlachtschiffen lassen einen aber schnell ernüchtert feststellen, dass es doch nur ein Kreuzer ist, wenn auch einer der böse austeilen kann. Bevorzugte Beute sind, in Ermangelung von unbewaffneten Handelsschiffen im Spiel, feindliche Kreuzer, bei denen man mit den 283 mm Geschützen wortwörtlich durchschlagende Erfolge feiern kann. Zwar ist die Nachladezeit mit 20 s recht bescheiden und die Reichweite bleibt fix bei 16 km (es gibt keine Verbesserung die diese erhöht) allerdings sind Schaden (2.400 hochexplosiv, 8.400 panzerbrechend), Durschlagsfähigkeit der Geschosse und deren Geschwindigkeit (910 m/s) für einen Kreuzer der Stufe sechs natürlich weit überdurchschnittlich. Im direkten Duell sollte man damit die meisten Kreuzer besiegen können, außer diese können sich natürlich zurück ziehen und außer Reichweite fahren.

Schwieriger wird es gegen Schlachtschiffe, denn diese haben mindestens die gleiche Reichweite (meist eher mehr) und teilen auch noch einmal deutlich härter aus, aber vor allem sind die 283 mm Geschütze oft an der Grenze ihrer Durchschlagskraft, wenn man auf Distanz versucht eine New Mexiko oder gar Bismarck zu beschädigen. Hier wird man, ähnlich wie bei der Scharnhorst, durchaus zur hochexplosiven Munition greifen müssen, wenn man nicht frustrierend viele Abpraller haben will. Die niedrige Geschwindigkeit und nicht gerade katzenhafte Agilität der Admiral Graf Spee wird leider dazu führen, dass man häufiger getroffen wird als es einem lieb ist, allerdings sollten sich Schlachtschiffe auch nicht zu sicher fühlen. Die zwei Vierlingswerfer werden, auch dank des großen Abwurfwinkels, mit ihren 8 km Torpedos zu einer ernsten Gefahr, wenn der deutsche Premium-Kreuzer einmal nahe genug gekommen ist.

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Bleiben als Gegner noch die Zerstörer und Flugzeugträger, die beiden unangenehm für die Admiral Graf Spee werden können, denn beide Gegnertypen schlagen auf die wirklichen Schwachstellen des Schiffes. Weder sind die Luftabwehr besonders stark, noch eignen sich die Sekundärgeschütze (8 x 1 150 mm und 3 x 2 105 mm, Reichweite 4 km) oder die Hauptgeschütze besonders für die Abwehr von Zerstörern. Auch wenn die Geschosse einen guten Schaden haben, die Türme drehen recht langsam und man hat nur zwei davon mit je drei Geschützen und eine Nachladezeit von 20 s und das eignet sich denkbar schlecht für das versenken von schnellen Zerstörern. Und dazu ist man relativ groß und schwerfällig, was natürlich das Treffen mit Torpedos und Bomben einfacher macht. Als Gegenmaßnahme kann man die Admiral Graf Spee mit einem Jäger ausrüsten und entweder defensivem Flakfeuer (wirkt 40 s) oder aber dem guten deutschen Sonar (3.88 km Torpedoerkennung, 5.28 km Schiffserkennung), was die Gefahr zwar nicht völlig bannt, aber zumindest die Chancen ausgleicht.

 Ich persönlich finde, dass WG mit der Admiral Graf Spee ein ganz guter Kompromiss gelungen ist, dieses Zwischending aus Kreuzer und Schlachtschiff ins Spiel zu bringen und auch recht daran tut, sie als Kreuzer einzustufen. Die Geschütze sind ohne Zweifel stark und mächtig und die Torpedos eine wirksame Waffe gegen aufdringliche Schlachtschiffe, aber die Nachteile bei Geschwindigkeit, Flugabwehr und der Bekämpfung von Zerstörern gleichen das wieder aus. Die Schwächen bei der Panzerung werden zum größten Teil durch die Reparaturmannschaft kompensiert und somit kann das Schiff auch offensiv gefahren werden, aber bitte nicht zu aggressiv, denn unendlich haltbar ist sie nun auch nicht. Als absolute Empfehlung für jeden Spieler würde ich die Admiral Graf Spee nicht sehen, aber im Gegensatz zu den noch dünnhäutigeren britischen Kreuzern doch für eine breitere Masse. Wer bisher mit Kreuzern gut zurecht kam, der wird mit der Admiral Graf Spee auch sehr gute Ergebnisse einfahren können, wenn man sich mal an die Trägheit des Schiffes gewöhnt hat. Wie oben schon erwähnt sollte man sich aber niemals verleiten lassen zu glauben, man säße in einem kleinen Schlachtschiff und Zerstörer sollte man fürchten und vermeiden, dann wird alles gut.

22 Gedanken zu „Admiral Graf Spee – klein aber fein?

  1. Hallo Hurz, leider muss ich diesen Kommentar mit einem Rüffel für dich beginnen… Wie kannst du nur still und heimlich einen Artikel über die Admiral Graf Spee einstellen?! Dir ist schon klar, dass ich alles wegen dir stehen und liegen lassen musste, um den Artikel zu suchten 😛 Aber jetzt mal im Ernst. Wieder einmal ein Artikel in der gewohnten Qualität. Von einem Historischen Abriss des Schiffes, bis zur Darstellung deiner (An-)Sicht der Dinge, alles dabei. Ich freue mich sehr auf die Admiral Graf Spee, und kann die Einordnung als Kreuzer absulut verstehen. WG musste die Balance schaffen zwischen der realen Konzeption, und der virtuellen Seewelt. Das sollte laut deinem Bericht WG – soweit – gelungen sein.
    Der häufigste Grund warum Missverständnisse bei Waffensysteme im Bereich 2.WK entstehen ist, dass bedauerlicherweise (den vielen) Mythen eher geglaubt wird, als den harten Fakten der (Geschichts-)Bücher. Was erzählt man sich nicht alles bei WoT über den Panzerkampfwagen VI Tiger 😉
    Genug gelabert, mach bitte weiter so! Denn solche Artikel schreiben sich nicht von alleine.
    MbG Thorsten *fetter Daumen hoch

    1. Ich bitte vielmals um Entschuldigung, ich habe in der Tat vergessen dich vorzuwarnen um dir die nötige Zeit für den Urlaubsantrag, die seelische Vorbereitung und das Verschicken der Familie (zwecks Ruhe für das Lesen des Beitrags) zu geben. Mein Fehler! 😉

      Ich danke dir aber für das Lob. Den historischen Exkurs hab ich diesmal hoffe ich etwas straffer gestalten können, denn das war bei der Scharnhorst und Dunkerque am Ende doch etwas viel fürchte ich. Bei der Admiral Graf Spee war die Lebensdauer aber auch nicht so lange und ich dachte mir, alle versenkten Schiffe usw. aufführen ist deutlich zu viel.

      1. Also der historische Exkurs hätte meines Geschmackes nach noch länger sein sollen. Die Geschichte ist zwar kurz, hat aber doch ihre Dramatik. Nur so ein Ratschlag, ich bin in meiner Meinung nicht repräsentativ, da ich ein Geschichte-Fan bin… Das erklärt auch vielleicht, warum ich das Spiel mag…

      2. Ich möchte halt auch nicht Geschichts-Artikel komplett nacherzählen, daher straffe ich gerne wo es Sinn macht, aber kann verstehen, wenn man mehr wissen will. Allerdings muss ich auch gestehen, dass andere Seiten hier ganz andere Quelle auffahren können und noch viel mehr Wissen haben um richtig fundiert alle Details zu beschreiben. Aber ein wenig Geschichte zu den Schiffen sollte meiner Meinung nach schon sein.

  2. Ja, genau. Stell dich in die Ecke und schäm dich. Mir ging es nämlich genauso. 🙂

    Allerdings hab ich einen besondern Grund, mich für die Graf Spee zu interessieren. Mein Großvater war nämlich auf diesem Schiff stationiert, als es unten in Montevideo war. Und deshalb will ich ihm ein besonderes Denkmal setzen.

    Dank deines Artikels kann man sich ein gutes Bild machen, was einem erwartet. Wird einige Zeit brauchen, damit den Kniff herausgefunden zuhaben, aber wo ein Wille ist, ist der Weg nicht weit.

    1. Noch einer .. oh je … jetzt kann ich mich nicht mehr auf meine Vergesslichkeit raus reden. 😉

      Das mit deinem Großvater kann ich völlig verstehen und das schafft natürlich noch mal eine Bindung mehr. Ich hoffe sie kommt bald und dass du mit ihr gut klar kommst!

  3. Hallo Hurz,

    ich danke dir vielmals für den sehr schönen Artikel.
    Da deine Einschätzung zur Scharnhorst bei mir voll zu traf, freue ich mich schon sehr auf die Graf Spee im Spiel.

    In diesem Sinne,
    so schnell wie möglich in See stechen.

    Gruß,
    Vykali

  4. Netter Artikel, Schön das die Graf Spee endlich im Hafen einläuft,
    leider werden die deutschen Schiffe nicht historisch korrekt im Spiel wieder gegeben, z.B: Scharnhorst lief 31,6 kn, Adm Hipper 32,4 kn, die Bismarck hatte eine Schußrate von 3 Schuß pro min, dafür eben 38cm statt 40cm Hauptgeschütze, der die Effektivität des Kruppstahlpanzergürtels gegen Flugzeugtorpedos,
    jetzt zur Spee, sie hatte die gleiche Reichweite, wie Scharnhorst oder die Bismarck ca. 36 km, wird leider nicht berücksichtigt, auch die Genauigkeit der Geschütze war excellent, sie hatt das DT-Gerät (vergleichbar mit dem Radar der Briten, bis Mitte 1942 war diese Technik dem britischen Radar überlegen), die Hauptgeschütze wurden auch mit Hilfe dieses Radars auf die Seeziele ausgerichtet, Erinnerung: der Flugzeugträger Glorius wurd durch einen Treffer aus einer Entfernung von 24 km getroffen, was als die größte Treffer-Entfernung auf ein fahrendes Schiff im gesamten Zweiten Weltkrieg gilt,

    Naja , bin mal gespannt, wie sich die Graf Spee im Spiel fährt.

  5. Danke euch dreien für das Lob! Die Admiral Graf Spee wird meiner Meinung nach deutlich “wertiger” werden als die Prinz Eugen, ich denke ein gesundes Maß an Vorfreude ist da durchaus berechtigt. 🙂

    Was die realen Werte angeht, so haben wir ja schon alleine bei den Trefferquoten ganz andere Werte und wenn wir realistisch bleiben wollen würden, müssten wir die Streuung und Abweichung so massiv erhöhen, dass 5% auf normalen bis maximal 10% auf kurzen Distanzen raus kommen und nicht 30%. Von daher passen die Werte durchaus.

  6. Noch mal zu den Werten der Graf Spee, die Schiffe der Deutschlandklasse waren aufgrund des Washingtoner Flottenabkommen geplant worden. Das Haupziel war es ein Schiff zu haben, das stärker als jedes schnellere Schiff und schneller als jedes stärkere Schiff sein sollte. Und dieser Umstand läßt WG leider außen vor, sodaß wir nur einen neuen Kreuzer mit stärkeren Geschützen bekommen haben, die Feuerleitanlage und das DT-Gerät, das zu dem damaligen Zeitpunkt einzigartig war, wird auch nicht berücksichtigt! Auch die Reichweite der Hauptgeschütze mit 16km ist eher ein schlechter Witz, zumal sie dieselben Geschütze der Scharnhorst hat trotzdem fehlen 3,9km an Reichweite! Also nicht wirklich eine gelungene Umsetzung dieses tollen Schiffes.

    1. Natürlich entspricht das Schiff nicht dem exakten Vorbild des Originals, denn das tut kein Schiff bei WoWS, denn es ist (und soll auch gar nicht) keine Simulation. Dass gewisse Dinge angepasst werden um das Schiff zu balancieren sollte klar sein. Die Geschütze sind stärker als die gleichstufiger Kreuzer und es ist auch schneller als Fuso, New Mexiko und Bayern. Die Reichweite passt, da sie etwas höher ist als die anderer Kreuzer (gleicher Stufe) und der Vergleich mit der Scharnhorst hinkt etwas, da diese ja eine Stufe höher ist und auf noch mal ganz andere Gegner trifft.

      1. Entschuldige aber da muß ich wiedersprechen! Das WoWS keine Simulation ist, stimmt natürlich aber ich finde die unterschiedlichen Aspekte der verschiedenen Schiffe sollte mehr zum tragen kommen und nicht durch das Balancing aufgeweicht werden, was leider der Fall ist! Und um noch mal auf die Graf Spee zu kommen, sie ist als Kreuzer eingestuft aber dann sollte man ihr auch die gleichen Reichweiten geben wie der Scharnhorst um wenigstens etwas die “Papierpanzerung” auszugleichen! Denn die Schiffe der Deutschlandklasse wurden, als die Schlachtschiffe kamen, als schwere Kreuzer eingestuft also als Zwischenschritt zwischen der Hipperklasse und der Scharnhorstklasse. Wenn WG da nicht bald was unternimmt wird das Spiel untergehen! Schade eigentlich, es hat Potential zu einem echt gutem Spiel!

      2. Wenn man ganz genau ist, dann muss man aber auch berücksichtigen, dass die Admiral Graf Spee nicht die exakt identischen Geschütze hatte wie die Scharnhorst:

        28-cm L/52 LC28 gegenüber den 28 cm L/54.5 LC/34

        Die Geschütze der Spee verschossen leichtere Geschosse, waren kürzer und damit ungenauer auf größere Distanzen. Den Geschwindigkeits- und Panzerungsnachteil gleicht WG mit der Reparaturmannschaft aus und das ist durchaus ausreichend.

      3. Wenn die Reichweite ingame nur vom Geschütz abhinge hätte der Aufklärer der Schlachtschiffe (und Russenkreuzer) keinen Einfluss, du baust ja keine anderen Geschütze ein wenn du den Flieger startest. WG geht da eher in die Schiene der effektiven Reichweite, für die mit der optischen Feuerleitung eine hinreichende Trefferwahrscheinlichkeit erzielt werden kann. Und die Feuerleitung der Spee ist dann einfach eine andere als bei der Scharnhorst, genauer gesagt sitzen die Artillerieplotter ein paar Stockwerke tiefer und können deswegen nicht so weit triangulieren. (Der 24-km-Schuss auf die Glorious kam übrigens von der Gneisenau und war, wegen eines Radarausfalls, ebenfalls mit optischer Feuerleitung erreicht worden.)

    2. Hat hier jemand Kontake zu den Supertestern, bzw. genau das Kommentieren, wenn die Graf Spee eingeführt wird, also die Reichweite muss der, der Scharhorst entsprechen, immerhin ist die Feuerrate real, die von der Bismarck entsprach auch 3 Schuß pro minute, im Spiel leider auch nicht berücksichtigt

      1. Als Teil der Supertester habe ich durchaus Kontakt … 😉 … Allerdings kann ich dir sagen, dass a) Supertester aus dem Supertest und den dortigen Erfahrungen nichts kommentieren dürfen und b) ja schon gesagt wurde, warum die Spee weniger Reichweite hat.

        Was die Bismarck angeht, so waren es maximal 3.3 Schuss pro Minute, wenn die Rohre ganz flach gestellt waren und das Schiffe konnte damit gerade mal 5 km weit schießen. Von daher sind die 2.3 Schuss pro Minute bei allen Winkeln durchaus korrekt.

    3. Die Reichweite und die Schlagkraft der Geschützte müssen angepasst werden (gleiche Türme, wie bei der Scharnhorst), die Molotow hat Tier 9 Geschütze, so mal neben bei und die die Bismarck und die Tierpitz hatten die gleiche Feuerrate, wie die Scharhorst als 3 Schuß pro Minute, und wenn es ein Vorteil ist, kann der Matchmaker, dies ja wiederum ausgleichen, eine North. C. ist frontal, schwer mit der Bismarck-Klasse zu beschädigen, wobei historisch die Panzerrung der Bismarck-Klasse effektiver war, im Spiel leider nicht

  7. Okay, das stimmt natürlich, Scharnhorst und Graf Spee hatten nicht identische Geschütze. 2,5 cm Rohr-Länge und 30 kg Unterschied bei der Granate. Bei den Orginalen Geschützen war die Reichweite 4,3 km Unterschied, da können wir ja richtig glücklich sein das im Spiel der Unterschied nur 3,9 km ist! Aber gut warten wir es mal ab, wie sich das Schiff im Spiel schlägt. Aber nimms mir nicht übel Dein Blog gefällt mir trotzdem, besser als das WoWs-Forum wo auf die Einträge der Spieler nicht reagiert wird.

    1. Die 28cm Geschütze der deutschen Schiffe (Deutschland-Klasse, Scharnhorst-Klasse) hatte eine Reichweite von etwa 36 km. Daher müsste der Wert bei allen Schiffen im Spiel bei 19 km liegen.

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